Mull mit mikrobizider Beschichtung entwickelt

Auch für Bettwäsche geeignet:
Mikrobizide Beschichtungen
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Die entwickelte mikrobizide Beschichtung, die chemisch in Mullbinden, Strümpfen und Bettbezügen eingebracht werden kann, tötet die zwei häufigsten und schädlichsten antibiotika-resistenten Bakterientypen ab, die Infektionen in Kliniken verursachen, so die Forscher.

„Das sind die beiden Bakterienarten die sich wie eine Epidemie in Großbritannien verbreiten“, sagte Dr. Gregory Schultz, Direktor des Instituts für Wundforschung an der University of Florida und einer der Erfinder, der sich mit einem Partner-Unternehmen in Gainesville zusammentat, um die Beschichtung zu entwickeln. „Die Bakterien stellen für die Kliniken ein großes Problem dar“, sagte Schultz.

Die Patentierung der Methode, wie die Wissenschaftler die Substanz chemisch an Gewebe und anderen Materialien binden, steht kurz bevor. Die Methode erlaubt es, die Substanz in Massenproduktion herzustellen und sie dauerhaft an Wundverbänden oder Kleidungsstücken - wie antimykotische oder mikrobizide Unterwäsche - anzubringen.

Die Substanz könnte an klinischen Bettbezügen angebracht werden, um resistente Bazillen in ihrer Verbreitung aufzuhalten, sagte Schultz. Als Wundverband entwickelt, verhindert die Beschichtung, dass sich Bakterien in der Wunde ansiedeln. Die Forscher der University of Florida präsentierten ihre Erfolge der „Wound Healing Society“ Anfang des Jahres, kurz danach konnte die bakterientötende Wirkung in Laborversuchen nachgewiesen werden.

Die Struktur der mikrobiziden Beschichtung und die komplizierte Verarbeitung machen es fast unmöglich, dass sich Bakterien dort einnisten können, sagte Schultz. Die Beschichtung enthält Tausende von sogenannten Stickstoff-Clustern, die sich dauerhaft mit Substanzen wie Mullgewebe verbinden. Andere Wundversorgungen erlauben es Molekülen in die Luft und in die Wunde zu gelangen, was den Heilungsprozess verlangsamen und die Chance erhöhen kann, dass die Bakterien eine Resistenz entwickeln.

MEDICA.de; Quelle: University of Florida