Ziel des HVI unter Leitung von Professor Matthias Ballauff (Helmholtz-Zentrum Berlin HZB), Professor Rainer Haag (Freie Universität Berlin) und Professor Andreas Lendlein (Helmholtz-Zentrum Geesthacht HZG) ist es, die Wechselwirkungen zwischen Proteinen und polymeren Biomaterialien zu untersuchen, die bislang noch nicht ausreichend verstanden und kontrollierbar sind.

Angestrebt wird, die Vernetzung der Freien Universität mit den beiden Helmholtz-Partnern zu stärken. Im Rahmen der Eröffnungsveranstaltung hielt Professor Michael Grunze von der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg einen Vortrag zum Thema „Strategien zur Vermeidung von Biofilmen“.

Für moderne Konzepte medizinischer Therapien ist häufig der Einsatz multifunktionaler Biomaterialien erforderlich. Dabei kann es sich beispielsweise um Implantatmaterialien im Körper handeln, um Träger von Wirkstoffen oder um Materialien, die in Kontakt mit Körperflüssigkeiten außerhalb des Körpers stehen, etwa Membranen bei der Dialyse. Die Wechselwirkungen zwischen körpereigenen Proteinen und diesen Biomaterialien können allerdings grundlegend die Eigenschaften und das Verhalten der Materialien verändern: Oft bilden körpereigene Proteine eine feste Schicht auf der Oberfläche von Biomaterialien, sie beeinflussen oder initiieren damit weitere biologische Reaktionen oder bestimmen, wie Zellen aneinanderhaften.

Die Freie Universität bringt mit dem „Center for International Cooperation“ (CIC) und der „Dahlem Research School“ (DRS) ausgezeichnete Dachstrukturen für internationale Kooperationen und Wissenschaftlerkontakte sowie die begleitende Ausbildung von Doktoranden in Schlüsselkompetenzen ein.

MEDICA.de; Quelle: Freie Universität Berlin