Mittels magnetischer Stimulation des Gehirns sowie einer Magnetresonanzbildgebung analysierten die Wissenschaftler am Department of Sport & Exercise Science der University of Auckland das Gehirn von Schlaganfallpatienten während diese bestimmte Übungen ausführten. Dies wurde mit klinischen Aufzeichnungen zur Handfunktion verglichen.

Die Ergebnisse zeigten, dass die Patienten sich besser erholten, wenn sie jene Areale des Gehirns einsetzten, die mit der Hand korrespondierten, die sie bewegen sollten - genauer die rechte Hemisphäre für Bewegungen der linken Hand und die linke Hemisphäre für Bewegungen der rechten Hand. Die Patienten, die die Kontrolle der betroffenen Hand auf die andere Seite des Gehirns übertrugen, zeigten eine schlechtere Genesung.

"Das Muster der Gehirnaktivitäten nach einem Schlaganfall liefert wichtige Informationen über die Genesung von Patienten mit eingeschränkter Bewegungsfähigkeit", erläutert Professor Winston Byblow, Leiter des Human Motor Control Laboratory der Universität.

"Indem wir die Funktion des Gehirns nach einem Schlaganfall analysieren, können wir jetzt den besten Weg für einen Patienten bestimmen, seine Bewegungsfähigkeit wiederzuerlangen. Klinikmitarbeiter und Rehabilitationsspezialisten können so die Behandlung von Patienten gezielter ausrichten, indem sie Therapien einsetzen, die stärker die eine oder die andere Gehirnhälfte fordern."

MEDICA.de; Quelle: Australisch-Neuseeländischer Hochschulverbund