NRW verfehlt WHO-Impfziel bei Masern knapp

28.05.2014
Foto: Baby wird von Ärztin in den Oberarm geimpft

Die WHO möchte eine Durchimpfung von 95 Prozent erreichen; © panthermedia.net/Sergey Khamidulin

Bei den Schuleingangsuntersuchungen 2012 waren 94,3 Prozent der Schulkinder in Nordrhein-Westfalen ausreichendend gegen Masern geimpft. Sie hatten die wichtige zweite Masernimpfung erhalten. NRW hat damit das Impfziel der WHO von 95 Prozent knapp verfehlt, teilt die Techniker Krankenkasse (TK) mit. Diese Impfquote ist laut WHO notwendig, um die Masern zu eliminieren. Die Kasse beruft sich auf Zahlen des Landeszentrums für Gesundheit.

In Deutschland ist die Häufigkeit der Masern in den letzten 30 Jahren aufgrund von Impfungen deutlich zurückgegangen. Trotzdem kommt es immer wieder zu regionalen Ausbrüchen der Erkrankung. In NRW ist die Zahl der Masernerkrankungen von 2012 bis 2013 von 18 auf 128 gestiegen.

„Eine Impfung ist der beste Schutz gegen Masern“, sagt Harald Netz, Sprecher der TK in NRW. „Sogenannte Masernpartys, bei denen ungeimpfte Kinder gezielt der Ansteckung durch ein erkranktes Kind ausgesetzt werden, sind keine Alternative zur vorbeugenden Schutzimpfung.“

Die möglichen schweren Komplikationen einer Masernerkrankung bis hin zu Todesfällen stellen gegenüber den Risiken einer Impfung eine nicht akzeptable und unnötige Gefährdung dar.

MEDICA.de; Quelle: Techniker Krankenkasse