Das haben Dr. Carolyn M. Zelop vom St. Francis Hospital in Hartford, Connecticut, USA, und ihr Arbeitsteam herausgefunden. In einem ersten Schritt untersuchten sie retrospektiv die Daten von 732 Schwangerschaften während des zweiten Trimesters, um die „normale“ Länge der Nasenknochen von Föten in diesem Stadium heraus zu finden. Selbstverständlich nutzten sie daher nur die Daten von Kindern, die ohne Down-Syndrom oder andere Chromosomenanomalien auf die Welt gekommen waren.

Danach definierten sie die Nasenlänge als „multiples of the median (MoM)“, abhängig von der ethnischen Herkunft der Mutter und der Gestationswoche. Dabei bestimmten sie auch einen Bereich, innerhalb dessen die Nasenknochenlänge als „normal“ gelten kann. Mit derselben Methode untersuchten sie dann die Nasenknochenlänge von zehn Föten mit Down-Syndrom und bestimmten die MoM, ebenfalls abhängig von ethnischer Herkunft.

In einem weiteren Schritt prüften die Experten ihre Thesen schließlich in einer prospektiven Studie, an der 1.794 Frauen im zweiten Trimester teilnahmen. Alle unterzogen sich einer Ultraschalluntersuchung, bei der unter anderem auch die Länge des Nasenknochens gemessen wurde. Auf der Basis ihrer zuvor berechneten MoMs kamen sie zu dem Ergebnis, dass elf dieser Föten ein Down-Syndrom haben.

Aus den Ergebnissen beider Kohorten lassen sich die Sensitivität und die Spezifität des Fehlens von Nasenknochen beim Fötus im zweiten Semester berechnen: Die Sensitivität liegt bei 47,6 Prozent, die Spezifität bei 100 Prozent.

Definiert man einen Cut-off-Wert von 0.80 MoM, dann erreicht die Sensitivität 95,2 Prozent und die Spezifität 92,7 Prozent. Die entsprechenden Werte bei einem Cut-off-Wert von 0.75 MoM: 85,7 Prozent und 97,1 Prozent.

MEDICA.de; Quelle: Obstetrics & Gynecology 2007, Vol. 109, S. 371-375