18.10.2013

Scopis GmbH

Navigierte HNO-Chirurgie: Effektivere Eingriffe dank Scopis® Hybrid-System

Scopis® Hybrid Navigation System

 


• Optische und elektromagnetische Navigation in einem System
• Indikationsbezogener Einsatz der jeweiligen Technologie
• Echtzeit-Abgleich durch Augmented Reality-Funktion
 


Diese interdisziplinäre Navigationsplattform vereint als erste die optische und die elektromagnetische Messtechnologie in einem System. Bislang mussten sich HNO-Chirurgen zwischen zwei Formen der Navigation entscheiden.


Optische Navigationssysteme sind hochpräzise und funktionieren ohne Kabelanbindung an Instrumenten. Sie kommen am besten bei Eingriffen mit einer sehr hohen Genauigkeitsanforderung und größeren Zugangswegen, wie z.B. den Eingriffen an der lateralen Schädelbasis, zum Tragen. Über universelle Adaptersysteme ermöglichen sie die Einbindung von konventionellen aktiven und passiven OP-Instrumenten, erfordern jedoch eine freie Sichtlinie auf den Bereich des Eingriffs.



In einigen Fällen bieten elektromagnetische Navigationssysteme eine bessere Handhabung. Diese Messsysteme arbeiten mit elektromagnetischen Feldern und speziellen kabelverbundenen Pointer- und Saugerinstrumenten. Die Sensoren sind direkt in die Instrumentenspitze integriert, was eine manuelle Biegung, das heißt eine intraoperative Formanpassung an das jeweilige anatomische Operationsgebiet, ermöglicht. Die Navigation erfolgt weniger präzise als mit der optischen Technologie – auch können metallische Objekte oder aktive Instrumente im Arbeitsbereich zu Messstörungen führen.



Das Scopis® Hybrid Navigation System ermöglicht es Chirurgen, indikationsbezogen zu entscheiden, welche Technologie besser zum jeweiligen Eingriff passt und diesen optimal unterstützt. Möglich ist auch, beide Technologien hybrid während eines Eingriffs einzusetzen.


Ein weiteres besonderes Merkmal ist die kontinuierliche Endoskop-Navigation mit der speziellen „Augmented Reality“-Funktion, welche die Planungsdaten direkt im Endoskopbild visualisiert. Zudem sorgt ein spezielles Lande- und Alarmsystem sowohl prä- als auch intraoperativ für eine sichere und schnelle Navigation zu anatomischen Zielen. Abweichungen vom Pfad und Annährungen an kritische anatomische Strukturen werden akustisch und visuell signalisiert.


Die Systeme von Scopis werden kontinuierlich klinisch eingesetzt und weiterentwickelt – unter anderem in Zusammenarbeit mit dem St. Gertrauden-Krankenhaus Berlin. Prof. Dr. Oliver Kaschke, Chefarzt der Abteilung für HNO-Krankheiten, Plastische Gesichts- und Halschirurgie: „Im Vergleich zu einem konventionellen Navigationssystem bietet Scopis mit der Hybrid Navigation und der Augmented Reality neue Konzepte und Lösungen für bestehende klinische Problemstellungen.“