17.11.2005

InterComponentWare AG

Neuartige Krankenhausvernetzung ohne Softwareaustausch

Walldorf/Düsseldorf, 14. November 2005 – Der deutsche Klinikmarkt befindet sich in einer stürmischen Konsolidierungsphase. Wesentliche Voraussetzung für das wirtschaftliche Gelingen der Zusammenschlüsse ist, dass Informationen zwischen den medizinischen Systemen der verschiedenen Kliniken ausgetauscht werden können. Die ICW stellt dazu auf der MEDICA 2005 eine neuartige Vernetzungslösung vor, die bestehende, aber bisher isolierte Krankenhaus-Informationssysteme miteinander verbindet, ohne dass die vorhandene Software ausgetauscht werden muss. Aufwändige Datenmigrationen und teure Mitarbeiterschulungen werden damit überflüssig.

Die ICW Krankenhaus-Vernetzungslösung setzt sich aus mehreren Bausteinen zusammen, die über den so genannten Medizinischen Service Bus (ICW MSB) an die vorhandenen Informationssysteme angeschlossen werden. Der Master Patienten Index (ICW MPI) verlinkt dann die Patienten-Stammdaten aus den angeschlossenen Häusern und ordnet sie zuverlässig und treffsicher einzelnen Patienten zu. In der virtuellen Patientenakte (ICW VPA) können dadurch Informationen zu stationären und ambulanten Behandlungsfällen, Diagnosen und Links auf Dokumente gespeichert werden. Dabei verbleiben die Dokumente in den Primärsystemen, in denen sie erzeugt wurden. Über so genannte Dokumenten Management Adapter (ICW DMA) können sie in der virtuellen Patientenakte angefordert werden, die erstmals eine konsolidierte Sicht auf alle Patientendaten ermöglicht.

Gleichzeitig kann mit der Vernetzungslösung die Einweiserbindung deutlich gestärkt werden: Bis zu 90 Prozent der Auslastung eines Krankenhauses wird durch niedergelassene Ärzte gesichert. Wenn diese verstärkt in den Informationsfluss eingebunden werden, kann das Ihre Einweisungsentscheidung positiv beeinflussen. Daher können über die Krankenhaus-Vernetzungslösung auch Daten mit der Online-Gesundheitsakte LifeSensor ausgetauscht werden. So liegen die Untersuchungen und Diagnosen des einweisenden Arztes unmittelbar bei der Aufnahme vor. Bei der Entlassung des Patienten können Informationen aus dem Krankenhaus, wie Untersuchungsergebnisse, Diagnosen, Therapiepläne oder Entlassungsbriefe in die Akte des Patienten gestellt werden, so dass der niedergelassene Arzt optimal informiert sofort die notwendige Weiterbehandlung einleiten kann.

Gemeinsam mit Partnern hat ICW auch eine Gesundheitskarten-Lösung entwickelt, deren Interoperabilität mit der neuen ICW Klinikvernetzungs-Lösung und der web-basierten Gesundheitsakte LifeSensor nach umfangreichen Labortests zur Zeit in Feldtests überprüft wird. Bei den laufenden Anpassungen und Verbesserungen werden die relevanten Arbeitsergebnisse der Gematik berücksichtigt, um eine umfassende Investitionssicherheit zu ermöglichen.