01.06.2006

Siemens AG Medical Solutions

Neue CT-Technologie erstmals im Einsatz

Der Dual Source Computertomograph Somatom Definition
Das Klinikum der Universität München feierte die Einweihung seines Dual-Source-Computertomographen

Am Klinikum der Universität München in Großhadern ist das deutschlandweit erste Somatom Definition, ein Dual-Source-Computertomograph (DSCT), für den klinischen Einsatz in Betrieb genommen worden. Nach erfolgreichem Abschluss der technischen Erprobung und ersten klinischen Tests an der Universität Erlangen-Nürnberg bietet Großhadern als erste Klinik Patientenuntersuchungen mit der neuesten CT-Technologie an. Das Gerät verfügt über zwei Röntgenstrahler und zwei Detektoren, was klinische Aufnahmen mit bisher unerreicht hoher Geschwindigkeit möglich macht.

Die Einweihung des Dual-Source-CT im Klinikum der Universität München am Standort Großhadern unterstrich erneut die enge Zusammenarbeit zwischen Siemens und führenden medizinischen Einrichtungen. „Die atemberaubende Bildqualität des Somatom Definition schafft uns Zugang zu völlig neuen klinischen Applikationen, was neue Maßstäbe in der Computertomographie setzt“, betonte Priv. Doz. Dr. Christoph Becker, Leiter des Funktionsbereichs Computertomographie des Instituts für Radiologische Diagnostik in Großhadern. Das DSCT-Gerät von Siemens verfügt über zwei Röntgenstrahler und zwei Detektoren. Dadurch sind sehr detaillierte klinische Aufnahmen mit unvergleichlich hoher Geschwindigkeit zu erzielen. Selbst rasch oder unregelmäßig schlagende Herzen können durch die stabile, zeitliche Auflösung von 83 Millisekunden detailgenau in höchster Qualität dargestellt werden – mit nur noch der halben Strahlendosis als bei bisherigen Systemen.

Neue Wege in der Differenzierung unterschiedlicher Gewebe
Des Weiteren verfügt das System auf Grund seiner zwei Röntgenröhren über Fähigkeiten, die bisher in der diagnostischen Bildgebung nicht existierten. Beispielsweise können gleichzeitig Scans mit unterschiedlichen Energiestufen pro Röhre durchgeführt werden, bei denen zwei Datensätze mit verschiedenen Informationen entstehen. „Auf diese Weise können wir zum Beispiel Gefäße, Knochen und Weichteile besser differenzieren“, bestätigte Prof. Dr. Dr. h.c. Maximilian Reiser, Direktor des Instituts für Klinische Radiologie der Universität München. „Im Rahmen klinischer Forschungsprojekte, wollen wir gemeinsam mit Siemens das diagnostische Potenzial der Dual Energy CT, zum Beispiel für die Charakterisierung von Tumoren und das Ansprechen auf eine medikamentöse Behandlung, analysieren. Dabei erwarten wir interessante und für die Versorgung unserer Patienten wichtige Erkenntnisse.“

Vielseitig einsetzbar – auch in der Akutversorgung
Der Somatom Definition erfüllt auch sämtliche Anforderungen für die Bildgebung in der Akutversorgung. Die Befundung von Patienten mit akuten Brust- oder Bauchschmerzen gehört ebenso dazu wie Untersuchungen bei Polytraumen oder Verdacht auf Schlaganfall. Aufgrund seiner hohen Geschwindigkeit und Detailgenauigkeit erlaubt der neue CT sicherere und schnellere Diagnosen als je zuvor – unabhängig von Größe, Statur und gesundheitlichem Zustand des Patienten. „Siemens hat sich seit langem der Entwicklung von Produkten verschrieben, die durch Verbesserung der Qualität bei gleichzeitiger Kostenreduktion die Zukunft der Medizin bestimmen werden. Mit dem Dual-Source-Gerät definieren wir die Möglichkeiten der CT neu und setzen Maßstäbe, an dem sich die Branche orientieren wird“, sagte Prof. Dr. Erich R. Reinhardt, Mitglied des Vorstands der Siemens AG und Vorsitzender des Bereichsvorstandes von Siemens Medical Solutions. „Mit dem Somatom Definition können Ärzte die CT-Technologie jetzt in neuen Forschungsbereichen einsetzen, noch mehr Patienten von den Vorzügen der CT profitieren lassen sowie Krankheiten früher und kosteneffektiver diagnostizieren.“ Der Somatom Definition bietet eine frühere Erkennung, schnellere Befundung und genauere Nachuntersuchung von Herz, Gefäß-, und Organerkrankungen als bisher verfügbare CT-Technologien. Mit den gleichzeitigen Möglichkeiten für innovative Forschung stellt er einen neuen Standard in der CT-Bildgebung dar.

Enge Partnerschaften mit führenden Einrichtungen auf der ganzen Welt
Mittlerweile sind weltweit fünf Somatom Definition im klinischen Einsatz. Zusätzlich zu den Geräten an der Universität Erlangen-Nürnberg und dem Klinikum in Großhadern, erfolgten inzwischen Installationen an der Mayo Clinic in Rochester im US-Bundesstaat Minnesota, an der Erasmus University in Rotterdam und am University Hospital in Groningen. Vor der kommerziellen Lieferfreigabe des Somatom Definition sind zehn weitere Installationen an international führenden Kliniken in Europa, Japan und den USA innerhalb der nächsten zwei Monate geplant. Im Zuge des hohen Interesses am Markt und schnell wachsendem Auftragsbestand erwartet Siemens 150 Installationen dieses bahnbrechenden Computertomographen bis Jahresende.

Siemens Medical Solutions (Med) ist weltweit einer der größten Anbieter im Gesundheitswesen. Der Bereich steht für innovative Produkte und Komplettlösungen sowie für ein umfangreiches Angebot von Dienst- und Beratungsleistungen. Abgedeckt wird das gesamte Spektrum über bildgebende Systeme für Diagnose und Therapie, die Elektromedizin und die Audiologie bis hin zu IT-Lösungen. Mithilfe dieser Lösungen ermöglicht Med seinen Kunden, sichtbare Ergebnisse sowohl im klinischen, als auch im administrativen Bereich zu erzielen – so genannte „Proven Outcomes“. Innovationen aus dem Hause Siemens optimieren Arbeitsabläufe in Kliniken und Praxen und führen zu mehr Effizienz in der Gesundheitsversorgung. Med beschäftigt weltweit rund 33 000 Mitarbeiter und ist in 120 Ländern präsent. Im Geschäftsjahr 2005 (30. September) erzielte Med einen Umsatz von 7,6 Mrd. € sowie einen Auftragseingang von 8,6 Mrd. €. Das Bereichsergebnis betrug rund 1 Mrd. €. Weitere Informationen unter: www.siemens.com/medical

Klinikum der Universität München
Im Klinikum der Universität München werden an den Standorten Großhadern und Innenstadt jährlich rund 85.000 Patienten stationär und 371.000 Patienten ambulant behandelt. Die 44 Fachkliniken, Institute und Abteilungen verfügen über etwa 2.500 Betten. Von insgesamt 9000 Beschäftigten sind rund 1800 Mediziner. Jährlich finden zahlreiche medizinische und wissenschaftliche Kongresse und Tagungen, sowie Kurse und Informationsveranstaltungen für Patienten statt. Das Klinikum der Universität München zählt zu den größten Gesundheitseinrichtungen in Deutschland und hat im Jahr 2004 mehr als 52 Millionen Euro an Drittmitteln eingeworben. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.klinikum.uni-muenchen.de