Die Prävention der Hypertonie und ihrer Komplikationen gehört zu den häufigsten Aufgaben niedergelassener Ärzte, denn mit zunehmendem Blutdruck steigt das Risiko kardiovaskulärer Erkrankungen. Nur ein Drittel aller kardiovaskulären Todesfälle ereignet sich bei Patienten, die zum Zeitpunkt ihres Todes normotensiv waren.

Vor diesem Hintergrund hat die AHA ihre Leitlinien zur Prävention und zum Management des hohen Blutdrucks überarbeitet. Die neuen Leitlinien empfehlen unter anderem:

Übergewichtige sollten abnehmen, Normalgewichtige ihr Gewicht halten. Studien haben gezeigt, dass der positive Effekt einer Gewichtsabnahme schon dann eintritt, wenn das Idealgewicht noch nicht erreicht ist.

Die Salzzufuhr sollte auf 1,5 Gramm pro Tag beschränkt werden. Dies senkt den Blutdruck bei Menschen mit und ohne Hypertonie. Außerdem kann das den altersbedingten Blutdruckanstieg abmildern und das Risiko atherosklerotischer Erkrankungen senken. Salzreduktion wirkt sich am besten bei alten Menschen aus und jenen mit Hypertonie.

Acht bis zehn Mal am Tag sollte man kleine Obst- oder Gemüseeinheiten essen, um genügend Kalium zu bekommen. Die empfohlene Kaliumaufnahme liegt bei 4,7Gramm pro Tag, sollte bei Nierenkranken aber eingeschränkt werden. Eine vegetarische Diät kann den Blutdruck senken. Omega-3-Fettsäuren, wie sie in Fischen vorkommen, können den Blutdruck senken. Allerdings sind dafür relativ große Dosen von mehr als drei Gramm pro Tag notwendig, die man kaum durch Fisch alleine aufnehmen kann. Daher empfehlen sich Nahrungsergänzungen mit Omega-3-Fettsäuren.

Alkohol sollte nur in Maßen getrunken werden, da es eine Dosis-Wirkungsbeziehung zwischen Alkohol und Blutdruck gibt. Das gilt vor allem bei Personen, die mehr als zwei alkoholische Drinks pro Tag zu sich nehmen.

MEDICA.de; Quelle: Hypertension 2006, Vol. 47, S. 296-308