Das Institut bewertet neue Formen der Diabetiker-Versorgung und die dazugehörigen Projekte der Versorgungsforschung. Außerdem soll das DDZ Maßnahmen vorschlagen, die zur weiteren Optimierung der Versorgung beitragen. Die Laufzeit des Programms ist bis zum Jahr 2008 angesetzt. Grundlage für die Vergabe des Auftrags mit einem Finanzvolumen von 1,5 Millionen Euro war ein Vorschlag des DDZ für ein nationales Diabetes-Programm.

Eine wichtige Rolle für das Großprojekt spielen die neuen Medien, so die Pressemeldung des DDZ. Dafür wurde in den letzten Jahren am Deutschen Diabetes-Zentrum ein nationales Fachinformationssystem aufgebaut, welches Bürger, Patienten und Fachleute tagesaktuell mit qualitätsgesicherten Informationen versorge.

Zu den sechs Millionen Menschen in Deutschland mit einem diagnostizierten Diabetes käme eine Dunkelziffer von rund drei Millionen unerkannter Erkrankungen hinzu. Eine Verbesserung der Früherkennung und Versorgung bedeute für die Betroffenen einen entscheidenden Gewinn an Lebensqualität.

Die Disease Management Programme (DMP) der gesetzlichen Krankenkassen für den Diabetes mellitus Typ II und Projekte zur integrierten Versorgung zwischen ambulantem und stationärem Bereich wurden mit diesem Ziel aufgelegt.

Beste Voraussetzungen für die Umsetzung des Projektauftrages ermöglicht die enge Verbindung des DDZ mit der Klinik für Endokrinologie, Diabetologie und Rheumatologie des Universitätsklinikums Düsseldorf sowie mit der dortigen Arbeitsgruppe für medizinische Lern- und Informationssysteme unter der Leitung von Dr.-Ing. Thomas Baehring. Das Team des DDZ wird durch einen deutschlandweit besetzten Expertenfachbeirat unterstützt und kooperiert mit dem Gesundheitsministerium Nordrhein-Westfalen und den gesetzlichen Krankenkassen.

MEDICA.de; Quelle: Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf