Neue Keratinsubstanz unterstützt Knochenheilung

Neuer Keratin-Knochenersatz ist
komplett biologisch abbaubar
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Der von Dr. Dias und Dr. Peplow entwickelte Keratin-Knochenersatz wird nicht vom Körper abgestoßen und ist komplett biologisch abbaubar, d.h. der Patient behält keine Stahlplatten oder andere Materialien im Körper zurück. Das Material ist darüber hinaus absolut ungiftig und erzeugt keine Reizungen im Körper.

"Beim Studium der wissenschaftlichen Literatur stellten wir fest, dass ein entsprechender Einsatz durchaus möglich wäre, dass es aber bisher niemand geschafft hatte, ein Keratinextrakt zu entwerfen, das im Körper eingesetzt werden kann," erläutert Dr. Peplow. In Zusammenarbeit mit Dr. Rob Kelly von der Biotechnologie-Firma Keratec entwickelten sie ein elastisches und bewegliches Material, das aus Schafswolle gewonnen wird. Keratec ist in der Lage, etwa 90 Prozent des Keratins aus Schafswolle zu extrahieren.

"Bei den ersten Testergebnissen traten keinerlei Reaktionen oder Abstoßungen auf. Der Körper behandelte das Keratin wie ein Stück eines abgebrochenen Knochens und begann den normalen Regenerationsprozess", so Dias. "Nach einer gewissen Zeit gab es im Körper keinerlei Anzeichen mehr für den Keratin-Knochenersatz, und an seiner Stelle bildete sich neuer Knochen."

Die von den Wissenschaftlern entwickelte und inzwischen patentierte Technologie soll in weiteren Schritten für die Weiterentwicklung des Keratin-Knochenersatzes und für die Neuentwicklung anderer medizinischer Anwendungsmöglichkeiten genutzt werden.

MEDICA.de; Quelle: Australisch-Neuseeländischer Hochschulverbund