In der Herbst- und Wintersaison führen die jährlichen Influenzaepidemien zu hohen Hospitalisierungsraten. Zahlreiche Menschen sterben an der Influenza, vor allem junge und alte Menschen sowie jene mit Vorschäden. Die jährliche Impfung gegen Influenza ist ein gutes und effektives Mittel zur Vorbeugung. Nun haben die US-amerikanischen „Centers for Disease Control and Prevention (CDC)” ihre Leitlinien zur Influenza-Impfung überarbeitet. Und zwar unter dem Namen "Prevention and Control of Influenza: Recommendations of the Advisory Committee on Immunization Practices [ACIP], 2007". Die aktuelle Auflage sagt unter anderem:

Alle Kinder zwischen sechs Monaten und acht Jahren sollten mit zwei Dosen gegen Influenza geimpft werden, falls sie nicht bereits mit einer Influenza-Lebendvakzine oder mit trivalentem inaktiviertem Impfstoff geimpft wurden. Kinder zwischen sechs Monaten und acht Jahren, die im ersten Lebensjahr nur eine Impfstoffdosis erhielten, sollten im folgenden Jahr zwei Dosen erhalten und in den Folgejahren jeweils eine Dosis.

Auch die Krankenhäuser und andere Einrichtungen der Gesundheitspflege werden durch die Leitlinien in die Pflicht genommen: Alle Mitarbeiter aus Gesundheitsberufen, die mit Patienten in Berührung kommen, sind zu impfen. Die Einrichtungen müssen dafür rechtzeitig Sorge tragen und entsprechende Mengen an Impfstoffen bereit halten.

Da sich das Influenza-Virus sehr schnell verändert, dürften auch die aktuellen Leitlinien wahrscheinlich bald wieder überarbeitet werden. Die Autoren der Leitlinie anerkennen zwar, dass die Impfraten gegen Influenza in den letzten Jahren gestiegen sind, warnen aber davor, nun in den Bemühungen nachzulassen. Mit geeigneten Erinnerungssystemen könnten Ärzte versuchen, bereits geimpfte Patienten an eine Neuimpfung zu erinnern.

MEDICA.de; Quelle: Morbidity and Mortality Weekly Report 2007, Vol. 56, S. 1-54