Neue Refluxtherapie schafft Abhilfe

Bei Rückfluss der Magensäure
schafft der Plicator Abhilfe
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Das als Plicator bezeichnete Gerät vernäht einen Teil des Mageneingangs dauerhaft und verhindert so das Zurückfluten der Magensäure in die Speiseröhre.

Neben den typischen brennenden Schmerzen in der Speiseröhre kann das Sodbrennen auch einhergehen mit Schluckstörungen, einem sauren Geschmack in Rachen- und Mundraum, mit Übelkeit und sogar Erbrechen sowie mit Magen- oder Oberbauchschmerzen.

Da die Refluxkrankheit eine chronische Erkrankung ist, müssen die Patienten die Medikamente in der Regel jahrelang, zum Teil lebenslang einnehmen. Alternativ kann in Ausnahmefällen durch eine Operation der Übergang von Speiseröhre und Magen eingeengt werden, allerdings mit all den Nachteilen einer Operation.

Um beiden Problemen zu entgehen, wurden verschiedene endoskopische Techniken entwickelt. Versuche, den operativen Eingriff durch eine endoskopische Verstärkung des Schließmuskels zu ersetzen, brachten bisher keinen anhaltenden Erfolg.

Im Rahmen einer nordamerikanisch-europäischen Studie mit zwei europäischen Zentren in Brüssel und Leipzig wurde jetzt eine neue endoskopische Anti-Reflux-Therapie eingeführt, die erfolgsversprechend zu sein scheint: Ein spezieller endoskopischer Nahtapparat wird dabei mit zwei krampenartigen Rundungen am Ende in den Magen vorgeführt. Mit Hilfe einer Fassvorrichtung wird ein Teil der Magenwand am Übergang zur Speiseröhre in den geöffneten Klammerapparat hineingezogen. Der halbautomatische Nahtapparat ermöglicht dann durch ein Schließen der beiden Klammern eine Vollwandnaht und somit eine deutliche Einengung des Mageneingangs.

"Erstmals sind die Nähte von Dauer", erklärt Prof. Dr. Karel Caca, Medizinische Klinik II der Universität Leipzig, den Erfolg des Plicators. "Patienten mit starkem Sodbrennen kann erstmals dauerhaft geholfen werden. Der Eingriff kann ambulant und in Kurznarkose durchgeführt werden. Die Patienten können noch am selben Tage die Klinik verlassen."

MEDICA.de; Quelle: Universität Leipzig