Grundlage des Berichts war ein Kongress des Arbeitskreises Sportmedizin der Akademie für ärztliche Fortbildung und Weiterbildung der Landesärztekammer Hessen.

Fazit des Berichts ist, dass bei guter Prävention und Therapie der Rückenschmerz keine Volkskrankheit sein müsste. Rückenschmerzen würden meist durch eine Fehlstatik aufgrund von Beinlängendifferenzen mit hieraus resultierenden Folgeeffekten verursacht.

Effektive und zugleich kostengünstige Therapien seien neben schmerzmindernden Therapien, wie manueller Therapie, Matrix-Rhythmus-Therapie, wassergefiltertem Infrarot A (wIRA), Ohrakupunktur, Injektionstherapie vor allem das Dehnen verkürzter Muskulatur und der teilweise Ausgleich von Beinlängendifferenzen, so der Bericht.

Rückenmuskulatur, die schlecht durchblutet wird und deshalb an Sauerstoffmangel leidet, führe zu einem Energiemangel im Muskelgewebe. Die Gewebesituation könnte mit Matrix-Rhythmus-Therapie zum Aufdehnen verkürzter Muskelanteile, mit lokaler tiefenwirksamer Wärme mit wassergefiltertem Infrarot A (wIRA), mit körperlicher Bewegung zur Verbesserung der lokalen Sauerstoffversorgung und mit entsäuernden Maßnahmen einschließlich ausgewogener Ernährung verbessert werden.

Bewegungs- und trainingstherapeutische Maßnahmen beispielsweise Erweiterte Ambulante Physiotherapie (EAP) als Komplextherapie mit den Bestandteilen Krankengymnastik/Physiotherapie, Physikalische Therapie und Medizinische Trainingstherapie (MTT) seien wichtige Bestandteile moderner Rückenkonzepte, so die Experten.

Besonders effektiv seien aktive Trainingsformen, um Muskel aufzubauen und die Ausdauer zu verbessern, kombiniert mit verhaltensorientierten Trainingsprogrammen.

MEDICA.de; Quelle: Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften