Die Ergebnisse der Studien wurden jetzt auf der "45th Interscience Conference on Antimicrobial Agents and Chemotherapy" vorgestellt. In einer Phase-3-Studie untersuchten Wissenschaftler eine quadrivalente HPV-Vakzine, die gegen die HPV-Typen 6, 11, 16 und 18 gerichtet ist. An dieser "Females United to Unilaterally Reduce Endo/Ecto-Cervical Cancer (FUTURE)"-Studie nahmen 5.455 Frauen im Alter zwischen 16 und 23 Jahren teil. Randomisiert erhielten sie am ersten Tag und im zweiten und sechsten Monat danach den Impfstoff oder Placebo. Regelmäßig wurden die Patientinnen mittels Pap-Test und Kolposkopie untersucht.

Innerhalb des zweijährigen Nachuntersuchungszeitraums konnte bei keiner der Frauen eine zervikale intraepitheliale Neoplasie (cervical intraepithelial neoplasia: CIN) festgestellt werden. Der Impfstoff verhinderte zudem zu 95 Prozent Läsionen an Vagina und Vulva, welche einer CIN vorausgehen können.

In einer zweiten Studie benutzten Wissenschaftler den Impfstoff AS04, der gegen HPV Typ 16 und 18 wirksam ist. Frühere Untersuchungen hatten gezeigt, dass die Vakzine bei erwachsenen Frauen wirksam ist. Da die Krebsprävention jedoch schon bei jüngeren Frauen beginnen sollte, impfte man 158 gesunde Mädchen im Alter zwischen 10 und 14 Jahren und 458 gesunde Frauen im Alter zwischen 15 und 25 Jahren.

Alle Probandinnen waren HPV seronegativ zu Beginn der Studie. Sieben Monate nach der ersten Impfung waren 100 Prozent aller Studienteilnehmerinnen seropositiv in Bezug auf HPV vom Typ 16 und 18. Unerwünschte Wirkungen traten als Folge der Impfungen nicht auf. Wegen der höheren Titer bei jüngeren Mädchen und der generellen Verträglichkeit raten die Studienleiter nun dazu, in Zukunft bereits junge Mädchen gegen HPV zu impfen.

MEDICA.de; Quelle: 45th Interscience Conference on Antimicrobial Agents and Chemotherapy (ICAAC) Abstracts LB2-25 and LB2-8