Herzinsuffizienz: Neue Therapie macht das Herz „weicher“

24.07.2013
Foto: Herz und Lung

Eine neue Therapie kann das Herz bei Herzinsuffizienz "weicher" machen und so die Lebensqualität der Patienten erhöhen; © panthermedia.net/Samuel Micut

Die Kardiologin Diana Bonderman von der Klinik für Innere Medizin II der Medizinischen Universität Wien hat die Wirksamkeit einer Substanz nachgewiesen, die das Herz „weicher“ macht.

Herzinsuffizienz mit gleichzeitigem Lungenhochdruck ist ein wachsendes Gesundheitsproblem mit hoher Sterblichkeitsrate, vor allem bei älteren Menschen. Die Behandlung mit der Substanz, die am so genannten Stickoxid-Pathway ansetzt, sorgt nachweislich für eine deutlich verbesserte Lebensqualität. Die Herzinsuffizienz gilt als „neue“ Volkskrankheit, in Österreich gibt es laut Experten-Schätzungen rund 250.000 Betroffene.

Bonderman: „Die Substanz, ein ‚Soluble Gluanylate Cyclase Stimulator‘ bewirkt, dass das vergrößerte und verhärtete Herz ‚weicher‘ wird, dass es sich beim Schlagen, etwa nach einem Herzinfarkt, leichter tut. Dadurch wird der Druck der dabei in der linken Herzhälfte entsteht, verringert, wodurch in weiterer Folge auch der Lungendruck nicht mehr ansteigt beziehungsweise vermindert wird. Es macht die Gefäße weit und sorgt dafür, dass die Leistung des Herzens besser wird.“

201 Betroffene waren in die aktuelle, multi-nationale Studie involviert. Nach der Therapie gab eine überwiegende Mehrheit an, dass sich die Lebensqualität deutlich verbessert habe, dass alltägliche Tätigkeiten wie Einkaufen gehen oder Treppen steigen leichter gefallen seien, fasst die Kardiologin das Ergebnis zusammen.

Herzinsuffizienz und damit einhergehender Lungenhochdruck führen zu einer Leistungsminderung, zu Kreislaufstörungen und oft auch zu Atemnot im Liegen. Ohne Behandlung kann es zum Herzversagen kommen. Den Betroffenen fällt es schwer, längere Strecken zurückzulegen oder am normalen täglichen Leben teilzunehmen. Die Herzinsuffizienz ist die Unfähigkeit des Herzens, die vom Körper benötigte Menge Blut ohne Druckanstieg in den Herzvorhöfen, und davon ausgehend auch in den Lungen, zu fördern.

MEDICA.de; Quelle: Medizinische Universität Wien