Brustkrebs ist die häufigste Todesursache bei Krebserkrankungen von Frauen auf der ganzen Welt und die zweithäufigste für Frauen in Europa. Anthrazykline wie Epirubicin und andere werden in der Therapie des Mammakarzinoms mit kumulativer Herztoxizität in Verbindung gebracht, was lebensbedrohend sein kann. Auf Grund progressiven Herzversagens limitiert das die Anzahl von Behandlungen, der sich eine Patientin im Lauf ihres Lebens unterziehen kann.

In einer Studie, die jetzt auf dem Jahrestreffen der American Society of Clinical Oncology (ASCO) in Atlanta, Georgia, USA, vorgestellt wurde, erhielten 340 Patientinnen mit metastasierendem Brustkrebs randomisiert entweder Epirubicin plus Paclitaxel (EP) oder Xeloda (Capecitabin) plus Paclitaxel (XP).

Diese Studie zeigt ähnliche Wirksamkeit zwischen der Kombination XP ohne Anthrazykline und der EP-Kombination, wenn diese zuerst verabreicht wurde (Gesamtansprechrate 41,5 Prozent versus 41,0 Prozent; progressionsfreies Überleben 12,3 Monate versus 11,8 Monate).

Die Toxizität von XP ist gegenüber anderen Kombinationstherapien, die keine Anthrazykline enthalten, vergleichsweise niedrig, und schneidet im Vergleich mit EP günstig ab. Darüberhinaus weist Xeloda im Vergleich zu Anthrazyklinen eindeutig Vorteile auf. Es treten zum Beispiel keine kumulative Herztoxizität, Neutropenie und Haarausfall auf.

Die Ergebnisse bekräftigen Resultate aus früheren Studien, bei denen die Kombination von Xeloda mit Taxotere (Docetaxel) bei Frauen mit Brustkrebs, die vorher mit Anthrazyklinen behandelt worden waren, im Vergleich zu Docetaxel allein zu einem längeren Überleben führte.

MEDICA.de; Quelle: American Society of Clinical Oncology (ASCO): Jahrestagung 2006