Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) Ulrich Kasparick hat den 7-Tesla-Magnetresonanztomographen (MRT) am Leibniz-Institut für Neurobiologie (IfN) in Magdeburg eingeweiht. Der Tomograph ist der erste europaweit in dieser Leistungsklasse.

"Mit der Förderung des Bildgebungszentrums für die Neurowissenschaften am Standort Magdeburg durch das BMBF hat die Forschungslandschaft Sachsen-Anhalts zur Weltspitze aufschließen können," kommentierte Kasparick. "Durch eine moderne Ausstattung stärken wir die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Forschungsinstitute in Ostdeutschland und verhelfen der Gesundheitsforschung zu neuen Erkenntnissen über die Ursachen von Gehirnerkrankungen."

Das neue Gerät ermögliche durch ultrastarke Magnetfelder von der Größe der hundertvierzigtausendfachen Stärke des Erdmagnetfeldes tiefere Einblicke in die Struktur und Aktivität des Gehirns. Die Methode liefere Bilder höchster Auflösung ohne bisher nachgewiesene schädigende Nebenwirkungen, so die Betreiber am IfN.

Dadurch eröffneten sich neue Wege für die Diagnostik und Therapie einer Vielzahl neurologischer Störungen und Erkrankungen wie zum Beispiel Alzheimer, Epilepsie, Schizophrenie sowie Störungen nach erlittenem Schlaganfall. Die Installation des 7-Tesla-MRT auf dem IfN-Gelände stellte für den Hersteller und für den Betreiber gleichermaßen eine technologische Herausforderung dar.

Das BMBF hat die Mittel für die Forschung im Bereich der Lebenswissenschaften seit 1998 um 35 Prozent steigern können, so dass mehr als 1,2 Milliarden Euro für die institutionelle und Projektförderung in diesem Jahr bereitgestellt werden können. Die Finanzierung in einer Gesamthöhe von zehn Millionen Euro erfolgte aus Mitteln der EU, des Bundes und des Landes Sachsen-Anhalt.

MEDICA.de; Quelle: Bundesministerium für Bildung und Forschung