Neuer Promotionsstudiengang in Tübingen

Foto: Promovendin

Der neue Promotionsstudiengang richtet sich
an Studenten und Absolventen medizinischer
Studiengänge und benachbarter Fächer;
© panthermedia.net/Erasmus Wolff

Der neue dreijährige Promotionsstudiengang verbindet die Qualifizierung durch die eigenständige Arbeit an einem Forschungsprojekt mit einem strukturierten Ausbildungsprogramm in acht Vertiefungsrichtungen sowie in wissenschaftlichen Arbeitstechniken und Schlüsselqualifikationen. Zielgruppe sind Absolventen medizinischer Studiengänge und benachbarter Fächer, die sich für die Tätigkeit in der medizinischen Forschung qualifizieren möchten. Jeder Doktorand wird durch ein Promotionskomitee bestehend aus drei qualifizierten Wissenschaftlern beraten: Dadurch wird von Anfang an eine hohe Qualität der wissenschaftlichen Arbeit sichergestellt und die interdisziplinäre Vernetzung gefördert.

Vergleichbar strukturierte Promotionsprogramme sind international sehr verbreitet und anerkannt, während sich in Deutschland bislang die meisten Doktoranden über eine sogenannte „Individualpromotion“ bei einem Betreuer qualifizieren. Die neu aufgenommenen PhD-Kandidaten erhoffen sich nach eigener Aussage durch die Wahl dieses Programms eine bessere methodische Ausbildung sowie die Chance, Kontakte zu Experten aus unterschiedlichen Arbeitsgebieten zu knüpfen.

Mit der Etablierung des Programms werden zwei strategische Ziele verfolgt: die Etablierung einer zweiten Ausbildungslinie für diejenigen angehenden Mediziner, die einen Ausbildungsschwerpunkt in der Wissenschaft setzen und sich für eine Tätigkeit in der Forschung oder Universitätsmedizin qualifizieren möchten, und die Förderung des internationalen Austauschs. Fast die Hälfte der aufgenommenen Kandidaten kommt aus dem internationalen Bereich. Mit diesem innovativen und attraktiven Promotionsprogramm will die Universität Tübingen die besten Medizinstudenten aus aller Welt gewinnen und so in idealer Weise auf ihre zukünftige Tätigkeit als Wissenschaftler und Arzt vorbereiten. “Die Kombination von Medizinstudium und einer fundierten wissenschaftlichen Ausbildung im Rahmen des Promotionsstudiengangs wird unsere MD/PhD-Absolventen zu international begehrten Ärzten und Forschern machen“, ist sich Professor Bernd Pichler von der Abteilung Präklinische Bildgebung und Radiopharmazie der Universität Tübingen sicher. Er ist verantwortlich für die Etablierung des Programms.

Auch ausgewählte Tübinger Medizinstudierende können bei nachgewiesener Eignung studienbegleitend nach der Zwischenprüfung mit diesem Zusatzstudium beginnen, um bereits frühzeitig in den Bereich Forschung hinein zu schnuppern.

MEDICA.de; Quelle: Eberhard-Karls-Universität Tübingen