Neuer Test informiert über Leistung

Foto: Testperson beim Sport-EKG

Für Spitzen-, Freizeit- und Reha-
sport: Ein drahtloses EKG-Gerät;
© TU Ilmenau

Das Verfahren basiert auf dem bekannten Elektrokardiogramm (EKG), mit dem der Erregungsgrad des menschlichen Herzens gemessen wird. Durch den Einsatz neuartiger Elektrodentechnologien und Messtechniken können präziseste Herzdaten erhoben werden, die Rückschlüsse auf die Fitness von Sportlern geben.

Herzstück des Sport-EKGs ist ein Diagnostikgerät, das nicht größer ist als ein schlankes Taschenbuch und so leicht ist wie ein Handy. Da das Gerät W-LAN-gestützt, also drahtlos ist, kann der Sportler es einfach mit sich führen. Das portable Gerät erfasst kontinuierlich Daten und sendet sie an eine Messstation. Es ermöglicht nichtinvasive Untersuchungen, also ohne dass etwa eine Nadel zur Blutentnahme verwendet werden muss. Zudem ist es aufgrund seiner flexiblen Einsatzmöglichkeiten bestens für Feldforschungen geeignet.

Spitzensportler damit ermitteln, wann sie das Maximum ihrer Leistungsfähigkeit erreichen. Freizeitsportler erkennen anhand der Daten leicht, ob sie sich zum Beispiel mit einem 10-Kilometer-Lauf zu hohen Belastungen aussetzen. Aber auch Patienten, die sich in einer Reha-Maßnahme befinden, können einen "sicheren" Trainingsbereich herausfinden.

Nachteile herkömmlicher Verfahren zur Ermittlung der Leistungsfähigkeit von Probanden werden mit dem Diagnostikgerät laut der Sportmediziner ausgeschlossen. Der Laktattest beispielsweise ist unter Spitzensportlern nicht sehr beliebt, da dabei dem Ohrläppchen oder dem Finger Blut entnommen werden muss. Außerdem liefert er nur punktuelle Ergebnisse zum Zeitpunkt der Blutentnahme und ermöglicht keine kontinuierlichen Messungen.

Einen Testlauf des Diagnostikgeräts unter Praxisbedingungen wird die TU Ilmenau bereits beim Thüringer Rennsteiglauf im Mai 2009 vornehmen. Die Organisatoren wollen den Teilnehmer anbieten, sich mit dem Sport-EKG ein Bild über ihren Leistungsstand zu verschaffen.

MEDICA.de; Quelle: Technische Universität Ilmenau