Die jetzt veröffentlichte randomisierte und kontrollierte Studie vergleicht erstmalig den humanen Papillomaviren (HPV) DNA-Test mit dem konventionellen PAP-Abstrich und mit der Dünnschichtzytologie. Es ist gleichzeitig die bisher größte veröffentlichte Studie, die beweist, dass der HPV DNA-Test Vorteile gegenüber den gängigen zytologischen Methoden hat.

Die Analyse der vorläufigen Ergebnisse der Studie über neue Technologien bei der Gebärmutterhalskrebsvorsorge (NTCC) wurde an neun Zentren in Italien mit organisierten Vorsorgeprogrammen durchgeführt. Mehr als 33.000 Frauen nahmen an der Studie teil.

Die Autoren der Studie berichten, dass der hc2 HPV DNA-Test um 40 Prozent sensitiver ist als der konventionelle Abstrich und immer noch um 30 Prozent sensitiver als die Dünnschichtzytologie.

Der HPV-Test alleine war bei Frauen im Alter von 35 bis 60 Jahren deutlich sensitiver als die konventionelle Zytologie. Die Verwendung der Dünnschichtzytologie verbesserte die Sensitivität nur marginal, gleichzeitig steigerte sich allerdings die Anzahl falsch-positiver Ergebnisse. In einer zweiten, jetzt anlaufenden Phase der Studie wird der HPV DNA-Test allein mit der konventionellen Zytologie verglichen.

Diese Ergebnisse bestätigen die Ergebnisse bisheriger Studien zum Wert des HPV-Tests in der Vorsorge. Vor dem Hintergrund der bevorstehenden Zulassung einer HPV-Schutzimpfung ist es nach Ansicht von Experten wichtig darauf hinzuweisen, dass die Vakzine keinen vollständigen Schutz bieten kann und auch nicht für jede Frau sinnvoll erscheint. Vorsorge wird neben der Impfung wichtig bleiben. Die Kombination aus HPV-Impfung und HPV-Test könnte sich als effektivster Ansatz für die Vorsorge von Gebärmutterhalskrebs erweisen.

MEDICA.de; Quelle: Journal of the National Cancer Institute 2006, Vol. 11, S, 765-774