Neuer Wirkstoff lässt Pfunde purzeln

Ran an den Speck mit
Rimonabant; © Hemera

Die "RIO-North America Trials" bewertete eine zweijährige Behandlung von übergewichtigen Patienten mit dem selektiven Cannabinoid- 1-Rezeptorblocker Rimonabant. Viele dieser Patienten hatten ein erhöhtes Diabetes- beziehungsweise Herzerkrankungsrisiko, einige zudem weitere Risikofaktoren wie abdominale Fettleibigkeit, erhöhter Blutdruck und abnorme Lipidwerte.

Das Gewicht sank unter einer täglichen Einmaldosis von 20 mg Rimonabant im Mittel um 3,6 Kilogramm stärker als bei den Patienten der Placebo-Gruppe (p kleiner 0,001). Dagegen nahmen die Patienten, die im zweiten Behandlungsjahr Placebo erhielten, wieder zu und verloren den Großteil ihrer im Vorjahr erzielten Gewichtsabnahme. Außerdem verringerte sich bei Patienten, denen eine tägliche Einmaldosis von 20 mg Rimonabant verabreicht wurde, der Bauchumfang im Mittel um 2,8 cm stärker als bei Patienten der Placebo-Gruppe (p kleiner 0,001).

Zudem verbesserten sich viele der kardiometabolischen Risikofaktoren, darunter der HDL-Cholesterinspiegel und die Triglyzeridwerte.

Wichtig ist, dass Patienten, die eine tägliche Einmaldosis von 20 mg Rimonabant nahmen, ihre Gewichtsabnahme im zweiten Behandlungsjahr beibehielten und alle kardiometabolischen Risikofaktoren günstig beeinflussten.

Im ersten Jahr erwies sich die tägliche Einmaldosis von 20 mg Rimonabant generell als gut verträglich; es kam nur zu leichten bis mässigen Nebenwirkungen. Zu den häufigsten Nebenwirkungen für den 20-mg-Rimonabant- und den Placebo-Zweig gehörten Infektionen der oberen Atemwege (15,2 Prozent versus 18,5 Prozent), Nasopharyngitis (14,0 Prozent versus 17,0 Prozent), Nausea (5,8 Prozent versus 11,2 Prozent), Influenza (7,7 Prozent versus 8,8 Prozent) und Beklemmung (2,1 Prozent versus 6,1 Prozent).

MEDICA.de; Quelle: Journal of the American Medical Association 2006, Vol. 294, S. 761-775