Neuer intra-operativer CT im Einsatz

Neuer OP-Tomograph in Heidel-
berg; © Universität Heidelberg

Europaweite Premiere im Universitätsklinikum Heidelberg: In der Kopfklinik ist seit kurzem ein CT in Betrieb, der während der Operation aktuelle Bilder liefert, und damit die Präzision und Sicherheit des computergesteuerten Eingriffs weiter erhöht.

Im CT werden Aufnahmen gemacht, deren Daten unmittelbar mit den vor der Operation erstellten Bildern abgeglichen werden; daraus erstellt der Computer die aktualisierte Operationsplanung. "Dieses hochmoderne System ermöglicht es, unseren Patienten eine noch höhere Behandlungsqualität anzubieten", erklärt die Kaufmännische Direktorin des Klinikums, Irmtraud Gürkan.

Das neue intra-operative CT wird von den Kliniken für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, Hals-Nasen-Ohrenheilkunde und Neurochirurgie genutzt, die in der Heidelberger Kopfklinik untergebracht sind. "CT-Aufnahmen während der Operation helfen uns, die Operationsplanung an die aktuellen Anforderungen während des Eingriffs anzupassen", sagt Professor Dr. Dr. Joachim Mühling, Ärztlicher Direktor der Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie.

Für schwierige Operationen benutzen die Heidelberger Chirurgen schon seit Jahren den Computer als Assistenten. Wie ein modernes Navigationssystem im Auto dem Fahrer den richtigen Weg weist, so leitet der "Bordcomputer" den Chirurgen sicher durch das Gewebe. Seine "Karte" des Operationsfeldes wurde zuvor aus Aufnahmen mit dem CT und MRT erstellt.

"Bei der Operation kann es jedoch zu Veränderungen kommen, die der Computer noch nicht berücksichtigen konnte", erklärt Privatdozent Dr. Dr. Rüdiger Marmulla, Oberarzt. Der neue intraoperative CT stellt nun sicher, dass der Operateur sich stets auf die aktuellen Anweisungen seines elektronischen Assistenten verlassen kann.

MEDICA.de; Quelle: Universitätsklinikum Heidelberg