18.10.2011

Siemens AG

Neues Durchleuchtungssystem Luminos Agile von Siemens

Luminos Agile ist das erste Untertisch-Durchleuchtungssystem von Siemens mit einem in der Höhe sehr flexibel verstellbaren Untersuchungstisch. Eingeschränkt bewegliche Patienten haben es nun leichter, sich auf den Tisch zu legen und das Personal kann Eingriffe am Patienten bequemer als bisher durchführen. Ein dynamischer Flachdetektor erlaubt es, anatomische Regionen großflächiger abzubilden, sodass beispielsweise der gesamte Bauchraum mit nur einer Aufnahme dargestellt werden kann. Luminos Agile kann vielseitig eingesetzt werden, weil das System sowohl fluoroskopische als auch radiographische Anwendungen unterstützt.

Das neue Durchleuchtungssystem Luminos Agile soll die Untersuchungssituation für Patienten erleichtern und den Bedienkomfort für das Personal erhöhen. Luminos Agile ist ein sogenanntes Untertisch-System, bei dem sich die Röntgenröhre unter dem Untersuchungstisch befindet und alle Parameter für die Untersuchung direkt am System eingestellt werden – im Gegensatz zu Obertisch-Systemen, die das Personal von einer Bedienkonsole vorwiegend von außerhalb des Untersuchungsraums aus steuert.

Der Untersuchungstisch von Luminos Agile kann bis auf 65 Zentimeter heruntergefahren werden. Dies ist kaum höher als ein üblicher Stuhl und macht es älteren oder eingeschränkt beweglichen Patienten, aber auch Kindern leicht, sich auf den Tisch zu legen. Anschließend kann er bis auf 112 Zentimeter hoch gefahren werden, damit der Arzt auch Eingriffe am Patienten bequem durchführen kann. Diese flexiblen Tischhöhen bietet zurzeit kein vergleichbares System auf dem Markt. Außerdem kann der Tisch mit bis zu 275 Kilogramm belastet werden und hat einen Abstand von 60 Zentimetern zwischen Tischplatte und Detektor, was die Untersuchung von übergewichtigen und körperbehinderten Patienten einfacher macht. Wird der Tisch um 90 Grad zur Seite gekippt, können Patienten im Rollstuhl sogar zwischen Detektor und Tisch gefahren und im Rollstuhl sitzend durchleuchtet werden.

Der dynamische Flachdetektor von Luminos Agile mit 43 x 43 Zentimetern Bildgröße liefert eine bis zu 116 Prozent größere Bildfläche als der übliche Bildverstärker mit 33 Zentimetern Durchmesser. Dies erlaubt es, anatomische Regionen großflächiger abzubilden. Die Ärzte können beispielsweise den gesamten Bauchraum des Patienten betrachten, ohne ihn umzulagern oder das Aufnahmefeld ("Field-of-View") zu ändern. Dies kann die Untersuchungszeit verkürzen und die Strahlendosis verringern. Zusätzlich lassen sich am Luminos Agile die Applikationen des Siemens-Programms CARE (Combined Applications to Reduce Exposure) zur Reduzierung der Dosiswerte in der Radiologie nutzen. Diese Anwendungen helfen dem Personal, die Strahlenexposition zusätzlich zu verringern, ohne dabei die Bildqualität zu beeinträchtigen.

Luminos Agile lässt sich mit der digitalen Radiographie-Lösung Ysio zu einem vollwertigen Durchleuchtungs- und Radiographiesystem kombinieren. Optional können ein kabelloser Detektor, eine deckenmontierte Röntgenröhre mit interaktiver Bedienoberfläche und ein Rasterwandgerät montiert werden, um den Fluoroskopieraum zusätzlich als digitalen Radiographieraum zu nutzen.


Der Siemens Healthcare Sector ist weltweit einer der größten Anbieter im Gesundheitswesen und führend in der medizinischen Bildgebung, Labordiagnostik, Krankenhaus-Informationstechnologie und bei Hörgeräten. Siemens bietet seinen Kunden Produkte und Lösungen für die gesamte Patientenversorgung unter einem Dach – von der Prävention und Früherkennung über die Diagnose bis zur Therapie und Nachsorge. Durch eine Optimierung der klinischen Arbeitsabläufe, die sich an den wichtigsten Krankheitsbildern orientiert, sorgt Siemens zusätzlich dafür, dass das Gesundheitswesen schneller, besser und gleichzeitig kostengünstiger wird. Siemens Healthcare beschäftigt weltweit rund 48.000 Mitarbeiter und ist rund um den Globus präsent. Im Geschäftsjahr 2010 (bis 30. September) erzielte der Sektor einen Umsatz von 12,4 Milliarden Euro und ein Ergebnis von rund 750 Millionen Euro. Weitere Informationen unter: http://www.siemens.com/healthcare