13.12.2005

Industrieverband Spectaris e.V.

Neues Entsorgungssystem eomRecycling gestartet

SPECTARIS bietet Lösung beim Umgang mit der neuen Elektroschrottverordnung

Berlin, 13. Dezember 2005 (SPECTARIS) - Ab dem 24. März 2006 sind Hersteller und so genannte Erstinverkehrbringer von Elektro- und Elektronikgeräten für die Rücknahme und Entsorgung ihrer Altgeräte verantwortlich. SPECTARIS hat für seine Branchen ein System entwickelt, dieser Verpflichtung ohne großen bürokratischen Aufwand nachzukommen und gleichzeitig neue Chancen zu nutzen.

Bei der Entsorgungspflicht aus dem Gesetz über das Inverkehrbringen, die Rücknahme und die umweltverträgliche Entsorgung von Elektro- und Elektronikgeräten (ElektroG) gilt der Grundsatz der Herstellerverantwortung, d.h. jeder Hersteller ist für die Entsorgung des durch seine eigenen Produkte entstandenen Abfalls verantwortlich. Kommt der Hersteller seinen Verpflichtungen nicht nach, drohen Vertriebsverbote. Diese Verpflichtung kann ein Hersteller wahlweise individuell oder durch die Beteiligung an einem kollektiven System erfüllen. Um seinen mittelständischen Mitgliedern aus dem Hightech-Bereich eine optimale Lösung anzubieten, hat SPECTARIS mit dem Entsorgungsspezialisten enretec GmbH eine Entsorgungsplattform mit dem Namen eomRecycling entwickelt, die genau auf die Bedürfnisse der SPECTARIS-Branchen zugeschnitten ist. Damit ist es das erste System, das nicht nur alle gesetzlichen Auflagen erfüllt, sondern auch Chancen und neue Möglichkeiten beim Marketing erschließt und die Hersteller bei Entscheidungen beteiligt. Das Angebot ist mehr als ein „Rundum-Sorglos“- Paket und richtet sich an Unternehmen, die einen hohen Exportanteil in die EU haben und hochwertige Geräte aus dem Bereich Medizintechnik, Optik und Analyse- und Kontrollgeräte vertreiben.

Herzstück des Systems ist eine neutrale Plattform des Verbandes SPECTARIS, über die Hersteller, letzter Gerätenutzer und Entsorger kommunizieren. Das System trägt der Tatsache Rechnung, dass in der Branche besonders langlebige Geräte hergestellt und teilweise über sehr komplexe Vertriebskanäle vertrieben werden. Technisch wird das System durch die Verwendung von RFID Transpondern unterstützt, die am Gerät angebracht und sowohl Geräte- als auch Entsorgungsinformationen speichern. Auf diese Weise ist die fachgerechte Entsorgung und die eindeutige Zuordnung von Kosten sichergestellt. Darüber hinaus können Hersteller gezielt Altgeräte zurückführen und untersuchen oder erneut in Verkehr bringen.

Entsprechend der europäischen Richtlinie über Elektro- und Elektronik-Altgeräte (WEEE) müssen seit dem 13. August 2005 Hersteller und Importeure ein Entsorgungssystem zur Verfügung stellen und zumeist auch die Kosten tragen. Das ElektroG, die Umsetzung der Richtlinie für Deutschland, ist im März 2005 in Kraft getreten. Dort hat der deutsche Gesetzgeber die Rücknahme- und Kennzeichnungspflichten durch Übergangsvorschriften auf den 24. März 2006 verschoben.