An dieser Studie, die jetzt auf dem 54. Jahreskongress des "American College of Obstetricians and Gynecologists" (ACOG) vorgestellt wurde, nahmen 200 gesunde heterosexuelle Paare teil, die keine Kinder wünschten, ein geringes Risiko für sexuell übertragbare Krankheiten hatten und damit einverstanden waren, das Gel sechs Monate lang als primäres Kontrazeptivum zu benutzen.

45 Prozent der Paare nutzten das Gel wie vorgeschrieben. Die Chance, trotz des richtigen Einsatzes innerhalb von sechs Monaten schwanger zu werden, lag bei 3,9 Prozent. Das ist weit besser als bis zu 15,7 Prozent Schwangerschaften, die bei einem anderen in den USA zugelassenen Vaginalgel eintreten.

Viele Paare allerdings benutzten das Gel nicht wie vorgeschrieben oder wechselten mit anderen Verhütungsmethoden ab. Bei ihnen lag die Befruchtungschance bei 1,9 Prozent innerhalb von sechs Monaten.

28,5 Prozent der Frauen berichteten während des Untersuchungszeitraums über unerwünschte Nebenwirkungen wie etwa eine Vulvovaginitis (9,5 Prozent der Frauen) oder eine Harnwegsinfektion (7,0 Prozent der Frauen). Für 82 Prozent der Frauen und 84 Prozent der Männer war das Gel „Okay“ oder sie mochten es „sehr“. 73 Prozent der Männer und Frauen waren der Meinung, dieses Gel könne man sehr empfehlen. Große Zustimmung auch bei jenen Paaren, die in der Vergangenheit bereits ein Spermizid benutzt hatten: 89 Prozent der Frauen und sogar 94 Prozent der Männer waren klar der Meinung: Das Zellulosesulfat-Gel ist ebenso gut oder sogar deutlich besser als die herkömmlichen Spermizide.

Die Studienleiter vermuten, dass das Gel auch gegen HIV-Übertragungen schützen könnte. Bald soll eine Phase-3-Studie diese Frage klären.

MEDICA.de; Quelle: American College of Obstetricians and Gynecologists (ACOG) 54th Annual Clinical Meeting: Abstract 14S