Neues Gewebe für menschlichen Körper

Der Einsatz von Textilien im Gesundheitswesen gewinnt immer mehr an Bedeutung. Am Institut für Textil- und Bekleidungstechnik (ITB) der TU Dresden werden deshalb innovative Lösungen für moderne medizinische Aufgaben erprobt. Neben der Entwicklung von OP-Textilien entwickeln die Mitarbeiter des ITB jetzt auch textile Verfahren, um Trägerstrukturen für die rekonstruktive Chirurgie herstellen zu können.

In diesem Rahmen hat die Arbeitsgruppe um Prof. Chokri Cherif das neue generative Verfahren "Net Shape Nonwoven" (NSN) entwickelt und patentieren lassen. Durch NSN ist die Herstellung von geeigneten textilen Gerüsten ohne eine Negativform möglich. Weitere Forschungsarbeiten beschäftigen sich mit Konzepten für den Einsatz textiler Gewebe zur Unterstützung des menschlichen Gefäßsystems. Solche Implantate müssen kleinste Geflechtsdurchmesser haben.

Die konventionellen Rundflechtmaschinen wurden deshalb weiterentwickelt und können nun schlauchförmige und verzweigte Implantate unter Verwendung feinster Garne anfertigen, die damit für den Einsatz im menschlichen Körper geeignet sind.

MEDICA.de; Quelle: Technische Universität Dresden