10.11.2006

REHA & MEDI Hoffmann GmbH

Neues Hilfsmittel zur Dekubitusprophylaxe

Dynamischer Rehabilitationsrollstuhl „Mobilizer“ verringert das Entstehungsrisiko von Druckgeschwüren

Der Dekubitus, das Wundliegen des Patienten, ist in der Intensivpflege noch immer ein nicht zu unterschätzendes Problem. Bei der Dekubitusprophylaxe kommt der Bereitstellung geeigneter technischer Hilfsmittel eine wesentliche Bedeutung zu. Mit der Konzeption des Rehabilitationsrollstuhls „Mobilizer“ hat die Reha & Medi Hoffmann GmbH ein neuartiges Funktionsprinzip entwickelt, das den Ursachen der Dekubitusentstehung entgegenwirkt.

Dekubitus – vermeidbare Kosten für die Pflege

Das Auftreten eines Dekubitus als Komplikation anderer Krankheitsbilder verursacht zusätzliche, jedoch prinzipiell vermeidbare Kosten für das Gesundheitssystem. Studien belegen, dass ca. 14 Prozent aller im Krankenhaus behandelten Patienten ein oder mehrere Druckgeschwüre unterschiedlicher Schweregrade entwickeln. Aufgrund der erschwerten Mobilisation steigt diese Zahl bei älteren Patienten sogar auf bis zu 30 Prozent an. Die daraus entstehenden Gesamtkosten liegen, nach Einschätzung des Institutes für Innovationen im Gesundheitswesen und angewandte Pflegeforschung e.V. (IGAP), bei bis zu zwei Milliarden Euro pro Jahr, wobei durchschnittlich etwa 50.000 Euro auf die Behandlung eines einzelnen Dekubitus-Patienten entfallen.

Diese Zahlen sind jedoch nicht nur aus gesundheitsökonomischer Sicht alarmierend. Druckgeschwüre verursachen beim Patienten erhebliche Schmerzen und stellen aufgrund der oft mehrere Monate andauernden Behandlung auch für das Pflegepersonal eine enorme Belastung dar. Das Ziel aller an der Versorgung der Patienten teilhabenden Berufsgruppen muss deshalb die Vermeidung von Druckgeschwüren sein, so Diplom-Pflegewirtin Natascha Woltemade vom IGAP.

Dekubitus – Ursache und Vorbeugung

Beim Dekubitus handelt es sich um einen Haut- und Weichteildefekt, der – insbesondere bei stoffwechselbedingter Durchblutungsverminderung der gefährdeten Körperregionen – durch den länger anhaltenden Druck des eigenen Körpergewichts der Patienten entsteht. Solche Druckgeschwüre treten vor allem bei immobilisierten, also permanent sitzenden oder liegenden Patienten auf. Zur Vorbeugung von Dekubiti sind die richtige Lagerung, die Druckentlastung und die Frühmobilisation des Patienten die wesentlichen Kriterien. Neben geeigneten pflegerischen Maßnahmen leisten auch die verwendeten technischen Hilfsmittel einen wichtigen Beitrag, um das Dekubitusrisiko für den Patienten zu mimimieren.

Mit dem „Mobilizer“ konzentriert sich sich die Reha & Medi Hoffmann GmbH auf die Reduktion der Reibungs- und Scherkräfte, die besonders bei der Verwendung von Rehabilitationsrollstühlen auftreten. Das dafür entwickelte Funktionsprinzip ist einfach: Ein dynamischer Längenausgleich zwischen Sitz- und Rückenfläche gewährleistet eine Anpassung des Stuhls an die jeweilige Positionsveränderung des Patienten. Überführt man den Patienten beispielsweise von der Sitz- in die Liegeposition, schiebt sich die Sitzfläche nach hinten, wodurch eine Scherung der Haut verhindert wird. Aufgrund dieses Prinzips können die bei bisherigen Rehabilitationsrollstühlen auftretenden Reibungs- und Scherkräfte deutlich verringert werden. Die Minimierung des Risikos einer Dekubitusentstehung führt folglich nicht nur zu einer effektiveren Rehabilitation des Patienten, sondern auch zu einer Reduktion der Pflegekosten.

Reha & Medi Hoffmann GmbH

Das im Januar 2001 gegründete Unternehmen Reha & Medi Hoffmann GmbH entwickelt und produziert Rollstühle für den stark wachsenden Pflegemarkt. Dabei steht vor allem die Orientierung an den Bedürfnissen des Kunden im Mittelpunkt. Innovative Lösungen für praxisnahe Problemstellungen bilden den Fokus der technischen Konzepte. Die Produktion der Rollstühle im eigenen Unternehmen gewährleistet die gleich bleibend hohe Qualität der Produkte und macht die Reha & Medi Hoffmann GmbH zu einem der führenden Rollstuhlanbieter im Pflegemarkt. Neben dem „Mobilizer“ umfasst die Produktpalette des Unternehmens auch diverse Pflege- und Schieberollstühle.

Die Reha & Medi Hoffmann GmbH wird auf der MEDICA 2006 vom 15. bis 18.11.2006 in Düsseldorf verteten sein. In Halle 7a, Stand C5, wird das Unternehmen neben dem neuen „Mobilizer“ weitere Pflege- und Schieberollstühle präsentieren.

Weitere Informationen

Winfried Hoffmann, Geschäftsführer
Reha & Medi Hoffmann GmbH
Hauptstraße 43 b, 04683 Ammelshain
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info@rehamedi.de; www.rehamedi.de

Presseanfragen

Dr. med. Jörg A. Zimmermann
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