07.04.2006

INFORM GmbH

Neues Patientenleitsystem im Klinikum Ingolstadt läuft problemlos

Der hohe Kostendruck im Gesundheitswesen zwingt auch die Krankenhäuser immer mehr zu Einsparungen oder Effizienzsteigerungen. Gerade in Zeiten der Reformen, Kürzungen und Einsparungen, sind wirtschaftliche Erfolgsmeldungen im kranken Gesundheitssektor wie Balsam auf den Wunden. Das Klinikum Ingolstadt hat in den letzten Jahren die Arbeitsabläufe stetig verbessert und damit mehrfach für solche positiven Schlagzeilen gesorgt. Jüngstes Beispiel: das neue Patientenleitsystem SyncroTESS.Healthcare.
Als Franz Damböck in den letzten Wochen die Arbeit des Patientenservices verfolgte, staunte er nicht schlecht: 30 bis 50 Prozent mehr Leistung registrierte der stellvertretende Pflegedirektor des Klinikums Ingolstadt seit der Einführung des neuen Patientenleitsystems SyncroTESS Mitte Dezember – bei mehr Arbeitszufriedenheit der Mitarbeiter.
Was sich bereits in den ersten Tagen nach der Einführung des neuen Patientenleitsystems andeutete, hat sich inzwischen voll und ganz bestätigt: Seit Mitte Dezember konnte die Effizienz der Abteilung um hohe zweistellige Prozentwerte verbessert werden. Projektleiter Franz Damböck und die 24 „Läufer“ des Patientenservice bringen statt der vorher üblichen 450 Fälle heute etwa 700 Patienten pro Tag zu den Funktionsleitstellen.
Solche Leistungssteigerungen sind mittlerweile an der Tagesordnung und bedeuten eine enorme Entlastung für Schwestern und Pfleger, die zuvor oft selbst anpacken mussten. Inzwischen erledigt alles der Patientenservice. Die Läufer und Transporteure holen die Patienten von ihren Stationen ab, bringen sie zu den medizinischen Untersuchungen, wie Röntgen oder physikalische Therapie, und später wieder zurück in ihr Zimmer.
„Wir sind selbst erstaunt, dass wir eine derartige Effizienzsteigerung erreichen konnten“, erklärt Damböck. Die enorme Leistungszunahme kommt daher, dass die Arbeitsaufträge der einzelnen „Läufer“ oder Transporteure jetzt besser aufeinander abgestimmt werden. Bei Dienstbeginn wählen sie sich mit einer Art Handy in ein Funknetz ein. Das Programm SyncroTESS der Firma INFORM registriert, welcher Läufer in der Nähe des Patienten ist und schickt ihm eine Anfrage auf das Handy. Dieser bestätigt dann und bringt den Patienten an die gewünschte Stelle.
So sparen sich die Läufer unsinnige Wege und ihre Belastung wird wesentlich gerechter verteilt, sowohl was die Anzahl der Transporte als auch die zurückgelegte Strecke angeht. Zudem wird ihre Arbeit für alle transparenter. Die einzelnen Transporteure legen an einem Tag bis zu 18 Kilometer zurück - eine enorme Leistung, wenn man bedenkt, dass sie dabei vielfach Patienten begleiten, die im Rollstuhl sitzen oder im Krankenbett liegen. Insgesamt kommen alle Läufer zusammengenommen pro Tag auf rund 250 Kilometer – eine Strecke von Ingolstadt bis über Salzburg hinaus. „Und sie können auch stolz darauf sein, denn jetzt wird ihre Leistung entsprechend gewürdigt“, erzählt Franz Damböck. „Es hat sich sogar so etwas wie ein kleiner Wettbewerb entwickelt, wer am meisten Fälle oder Kilometer vorweisen kann – natürlich nur aus Spaß“.
Was die Verwaltung und die Mitarbeiter erfreut, kommt aber vor allem den Patienten zugute. Bereits wenige Wochen nach der Einführung des neuen Patientenleitsystems müssen über 90 Prozent der Kranken nicht einmal mehr fünf Minuten warten, bis sie von den Läufern abgeholt werden und nur in Ausnahmefällen dauert es einmal länger als eine halbe Stunde. Für die Patienten bedeutet die Prozessoptimierung also eine deutliche Qualitätsverbesserung.
Und da ist durchaus noch mehr drin: Bei SyncroTESS.Healthcare handelt es sich um ein so genanntes lernendes System. Das heißt, je mehr Erfahrungswerte die Abteilung im Laufe der Zeit sammelt, desto besser kann sie auch in Zukunft die Abläufe anpassen. So ist es inzwischen Franz Damböck und seinen Mitarbeitern möglich, das Personal nach der tatsächlichen Bedarfsentwicklung im Laufe eines Tages einzuteilen.
Das neue Patientenleitsystem ist ein Beispiel dafür, wie Systeme aus der Industrie auch in einem sensiblen Dienstleistungsbetrieb wie dem Klinikum Verbesserungen bringen können, die letztlich auch den Patienten zugute kommen. „Das war für uns eine enorme Herausforderung, eine Umstellung um 180 Grad“, sagt Franz Damböck. Das System trage natürlich enorm zur Wirtschaftlichkeit des Klinikums bei, steigere Qualität sowie Zuverlässigkeit und reduziere Kosten.
Diesen Weg will das Klinikum auch in Zukunft gehen. Bereits für dieses Jahr ist ein weiteres Mammutprojekt geplant. Ein klinikumsweites Terminierungsprogramm soll für eine exaktere Steuerung und Koordinierung aller Arbeitsabläufe sorgen und noch einmal erhebliche Effizienzsteigerungen bringen. „Eine sehr schwierige Aufgabe“, urteilt Franz Damböck. „Schließlich wären dabei alle Abteilungen des Hauses betroffen.“

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