Neues für die nicht-invasive Herzdiagnostik

Neue Maßstäbe für den Blick
ins Herz; © Hemera

Mithilfe zweier parallel rotierender Röntgenstrahler können jetzt schnell oder unregelmäßig schlagende Herzen ohne Bewegungsartefakte aufgenommen werden. Zudem soll das System nur noch mit der Hälfte der bisher nötigen Strahlung arbeiten.

Das Dual-Source-CT setzt neue Maßstäbe in der medizinischen Bildgebung. Durch die Integration zweier Röntgenstrahler und Detektoren ist das Gerät deutlich schneller und präziser als bisherige CT-Technologie. Mit dem DSCT erhalten nun auch Patienten mit hoher Herzfrequenz und Herzunregelmäßigkeiten eine präzise Diagnose ohne die bisher übliche Verabreichung von Betablockern. Zudem soll man mit dem System Plaques besser erkennen und bewerten können. Das Verfahren könnte vor allem für die Herz- und Notfallmedizin von großem Nutzen sein.

Im März dieses Jahres wird das Dual-Source-CT zur weltweit erstmaligen klinischen Anwendung am Institut für Klinische Radiologie der Ludwig- Maximilians-Universität (LMU) in München installiert. "Wir werden das Dual-Source-CT Mitte März in Betrieb nehmen und versprechen uns vor allem Erfolge bei Herzpatienten", so Institutsdirektor Prof. Dr. Maximilian Reiser.

MEDICA.de; Quelle: Klinikum der Universität München