14.11.2015

Interacoustics GmbH

Neues kalorisches Reizgerät Light IR - kalorische Prüfung mit infrarotem Licht

Kalorische Prüfung mit
infrarotem Licht
nach Leif Erik Walther
- Lautlose Reizapplikation
- “steriles” Reizmedium
- Angenehme Stimulation
- IR-Reizung bei speziellen
Situationen:
Trommelfellperforation,
offene Mastoidhöhle,
Entzündung der Ohrregion,
Überempfindlichkeiten bei
anderen Reizmedien


Starke monothermische Reizung
Für die thermische Stimulation des Gleichgewichtsorgans werden heute unterschiedliche Reizmethoden eingesetzt. Neben der Reizung mit Raumund wasserdampfgesättigter Luft ist auch Wärmestrahlung (Infrarot, IR) ein effektiver Stimulus, um mit Hilfe eines kalorischen Warmreizes des Gleichgewichtsorgans einen vestibulookulären Reflex zu induzieren. Vor
allem die Vorteile machen den Einsatz dieses diagnostischen Verfahrens interessant: Die Reizapplikation erfolgt lautlos, berührungslos und mit einem „sterilen“ Reizmedium.



Sicher und angenehm
Im Vergleich zur Stimulation mit warmer trockener Luft sind die induzierten auswertbaren Nystagmusparameter (Geschwindigkeit der langsamen Nystagmusphase, Nystagmusfrequenz) höher. Ein paradoxer Nystagmus infolge Verdunstungskälte, wie bei trockener warmer Luft, tritt nicht auf. Die Stimulation wird im Gegensatz zu allen anderen Methoden als angenehm
empfunden oder nicht wahrgenommen. Der applizierte Reiz ist steuerbar und flutet langsam an. Der IR-Warmreiz kann mit wählbaren Reizmodalitäten appliziert werden: Dauerstimulation in unterschiedlichen Intensitäten und „Puls“-Modus. Diese Steuerbarkeit des Stimulus erlaubt eine Anpassung an
individuelle Gegebenheiten.



Schnelles Vestibularis-Screening
So kann die IR-Reizung z. B. bei speziellen anatomischen Situationen, wie bei chronischen Mittelohrentzündungen (Trommelfellperforation), Entzündungen der Ohrregion, nach Ohrradikaloperationen mit Anlage einer offenen Mastoidhöhle und subjektiver Überempfindlichkeit bei anderen
thermischen Reizen eingesetzt werden. Nichts spricht gegen einen Einsatz als Screeningmethode im klinischen Alltag.