Südkoreanische Wissenschaftler der „Chonnam National University Medical School“ in Kwangju unter Leitung von Dr. Robert Stewart haben sich mit diesem Thema beschäftigt. 518 Personen aus zwei Distrikten in Südkorea nahmen an ihrer zweijährigen Studie teil. Alle waren 65 Jahre oder älter. Zu Beginn der Untersuchung wurden sie mit Hilfe des „Mini Mental State Exam“, dem „Instrumental Activities of Daily Living Scale“ und der „Clinical Dementia Rating Scale“ auf ihren geistigen Gesundheitszustand untersucht. Außerdem analysierte man die Blutwerte.

Während der Nachbeobachtung von durchschnittlich 2,4 Jahren diagnostizierte man bei 45 Probanden (8,7 Prozent) eine Demenz. Von diesen hatten 34 (6,6 Prozent) eine Demenz vom Alzheimer-Typ und sieben (1,4 Prozent) eine Demenz vom vaskulären Typ. Bei vier handelte es sich um eine Demenz anderer Ursache.

Bei nur 3,5 Prozent der Probanden zeigte sich ein erniedrigter Folsäurespiegel im Blut. Dies ist ungewöhnlich wenig und zeigt, dass Südkoreaner sich normalerweise ausreichend mit Folsäure ernähren, die zum Beispiel in vielen Gemüsesorten enthalten ist, die in Korea gerne gegessen werden.

Deutlich war der Zusammenhang zwischen einer Demenz und den Folsäure-Spiegeln im Blut: Mit absteigender Quintile des Folsäurespiegels stieg das Risiko einer Demenz. Dieser Zusammenhang wurde etwas schwächer, als man den Gewichtsverlust als Faktor mit einrechnete. Doch auch dann war der Zusammenhang, so berichten die Forscher, noch signifikant.

MEDICA.de; Quelle: Journal of Neurology, Neurosurgery & Psychiatry