Ein interdisziplinäres Team bestehend aus Ärzten und Studenten des Universitätsklinikums Bonn sowie Rettungsassistenten und Notärzten aus Bonn und dem Rhein-Sieg- Kreis hat sich zum Ziel gesetzt, die notfall- und katastrophenmedizinische Ausbildung in Deutschland zu verbessern. Dazu sucht das Team noch Ärzte, die auf der Internetseite www.manv.info an einer anonymisierten Umfrage teilnehmen.

Katastrophen und Bedrohungen durch Bombenattentate haben in den letzten Jahren weltweit zugenommen. Auch in Deutschland besteht möglicherweise ein erhöhtes Gefahrenpotential für Anschläge. Die Attentate in Madrid und London zeigen allerdings, das Anschläge in Europäischen Metropolen möglich sind.

Bei Großschadenslagen steht die Mehrheit der Ärzte durch fehlende notfall- und katastrophenmedizinische Erfahrung in dieser Dimension vor unbekanntem Terrain. Im Interesse einer verbesserten Versorgung der Bevölkerung bei potentiellen Großschadensereignissen und Katastrophen sollten Ärzte nach Ansicht der Studienleiter katastrophenmedizinische Kenntnisse besitzen, sowie Leitende Notärzte und erfahrene Notärzte Fortbildungsveranstaltungen schon im Medizinstudium erteilen. Auch Kollegen in den Krankenhäusern sollten auf diesem Gebiet fortbildet werden.

MEDICA.de; Quelle: Arbeitsgruppe MANV-Bonn