Die vorwiegend ölpreisbedingte Verlangsamung des Wachstums im zweiten Halbjahr 2004 werde überwunden, so der Tenor der Prognose. Das Wirtschaftswachstum aller dreißig OECD-Länder wird insgesamt in der Frühjahresprognose auf real 2,6 % in diesem und 2,8 % im nächsten Jahr geschätzt.

Die Projektion für Deutschland von 1,0 % (kalenderbereinigt: 1,2 %) in diesem und 1,6 % (kalenderbereinigt: 1,8 %) Wachstum im nächsten Jahr entspricht der Prognose der Bundesregierung. Wenngleich das Wachstum weiterhin stark exportgetrieben sei, würden Investitionen und die private Konsumnachfrage zunehmend an Schwung gewinnen. Dies deckt sich mit den Erwartungen der Bundesregierung.

Der Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit, Wolfgang Clement, kommentierte den Ausblick mit den Worten: "Deutschland liegt der OECD-Prognose zufolge beim Wachstum im Eurogebiet wieder im Mittelfeld. Wir haben einige andere EU-Länder, die mit den Reformen noch nicht soweit sind, überholt. Das ist ein weiteres Indiz dafür, dass unsere Strukturreformen der richtige Weg sind und der Kurs stimmt. Das ist die Kernbotschaft dieses OECD-Wirtschaftsausblicks."

"Im Kontext niedriger Kerninflation und schwacher Gesamtnachfrage sieht die OECD Spielraum für eine Lockerung des geldpolitischen Kurses. Diese Auffassung teile ich", so Clement weiter.

MEDICA.de; Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit