Da immer mehr Menschen an Übergewicht leiden, steigt auch die Zahl von Menschen, die an einem Diabetes mellitus erkranken. Nach Schätzungen sollen im Jahre 2030 weltweit mindestens 366 Millionen Menschen davon betroffen sein. Verschiedene Studien haben gezeigt, dass Gemüse und Obst das Risiko einer Diabeteserkrankung sowie von Hypertonie und kardiovaskulären Erkrankungen senken kann. Dies waren jedoch meist retrospektive Studien. Nur selten hat man den Zusammenhang zwischen der Aufnahme von Gemüse beziehungsweise Obst und dem Risiko einer Diabeteserkrankung prospektiv erforscht.

Wissenschaftler unter der Leitung von Doktor Lydia A. Bazzano von der Tulane University School of Public Health and Tropical Medicine in New Orleans, Louisiana, in den USA haben dies nun näher untersucht. 71.346 Krankenschwestern nahmen seit 1984 an dieser Studie teil. Alle waren zwischen 38 und 64 Jahre alt und zu Beginn der Studie frei von kardiovaskulären Erkrankungen, Krebs und Diabetes mellitus.

Während des 18-jährigen Nachbeobachtungszeitraums dieser so genannten „Nurses’ Health Study“ interviewte man die Frauen alle vier Jahre ausführlich und befragte sie auch nach ihren Ernährungsgewohnheiten.

4.529 Fälle eines Diabetes mellitus traten in diesem Zeitraum auf. Nach Abgleich dieser Zahlen mit den Ernährungsgewohnheiten der Frauen lässt sich sagen: Der Genuss von ganzen, also nicht verarbeiteten Früchten, senkt das Risiko eines Diabetes mellitus leicht um etwa 18 Prozent. Ähnliches gilt für Gemüse mit grünen Blättern: Wer täglich mehr davon isst, als der Durchschnitt der Menschen, senkt sein Diabetesrisiko leicht um neun Prozent.

Fruchtsäfte dagegen zeigen sich ganz und gar nicht gesundheitsförderlich, zumindest in Bezug auf den Diabetes mellitus: Wer viel Fruchtsäfte trinkt, steigert sein Risiko sogar leicht. Dieser Zusammenhang blieb auch beim Herausrechnen verschiedener Störfaktoren bestehen.

MEDICA.de; Quelle: Diabetes Care 2008, Early Online