Wissenschaftler stellten jetzt beim Internationalen Schlaganfall-Kongress eine Studie mit 166 Probanden vor. 40 Patienten mit einem offenen Foramen ovale unterzogen sich einer endovaskulären Schließung des Foramen. 63 Patienten wurden rein medikamentös behandelt und weitere 63 Personen gleichen Alters dienten als Vergleichsgruppe. Sie hatten kein offenes Foramen ovale.

Alle Probanden wurden nach Migränebeschwerden gefragt. War dies der Fall, machten die Patienten Angaben über die Art der Beschwerden und deren Stärke beziehungsweise ob die Patienten an einer Aura litten. Jeweils drei Monate vor und nach der chirurgischen Schließung des Foramen ovale bei den Patienten wurden alle Probanden befragt. Mit Hilfe des Migraine Disability Assessment (MIDAS) -Fragebogens konnten die Studienleiter die Schwere und Häufigkeit von Migränebeschwerden feststellen.

Migräne war bei den Patienten mit offenem Foramen ovale deutlich häufiger als in der Kontrollgruppe (p kleiner 0.05 für beide Patientengruppen im Vergleich mit der Kontrollgruppe).

Bei jenen Patienten, die ihr offenes Foramen ovale chirurgisch beheben ließen, berichteten 19, dass sich die Migräne-Beschwerden nach der Operation deutlich verbessert hätten. Vor allem die Frequenz der Beschwerden habe nachgelassen. In den beiden anderen Gruppen blieben die Beschwerden weitgehend unverändert oder verschlimmerten sich sogar leicht.

Diese Studie reiht sich damit in die Reihe der Untersuchungen ein, die schon vorher einen Zusammenhang zwischen Migräne – vor allem jener mit einer Aura – und einem offenen Foramen ovale aufgezeigt haben. Obwohl die vorliegende Studie gewisse Mängel hatte – sie war zum Beispiel nicht randomisiert und die Fallzahl sehr klein – sollen nun weitere Studien in dieser Richtung unternommen werden.

MEDICA.de; Quelle: International Stroke Conference 2006 Abstract P336