Das behauptet zumindest Dr. Stewart J. Tepper von der Cleveland Clinic Foundation in den USA. Der Spezialist stellte die Ergebnisse seiner Studie beim Jahreskongress des „American College of Obstetricians and Gynecologists“ (ACOG) vor.

An dieser Studie nahmen 250 Frauen teil, die nicht schwanger waren. Keine der Frauen war zudem in der Postmenopause. Alle wurden gebeten, einen Fragebogen mit neun Fragen zu beantworten. Wie sich zeigte, sind drei dieser Fragen geeignet, eine menstruell bedingte Migräne mit hoher Sensitivität und Spezifität vorher zu sagen. Die drei Fragen lauten: Leiden Sie an Kopfschmerzen, die in den meisten Monaten an Ihre Menstruation gekoppelt ist? Wenn Ihre Kopfschmerzen an die Regelblutung gekoppelt ist, werden sie dann im Laufe der Tage schlimmer? Und schließlich: Wenn Ihre Kopfschmerzen an die Regelblutung gebunden sind, irritiert sie Licht dann mehr, als wenn sie keine Kopfschmerzen haben?

Wenn Frauen die erste Frage mit „Ja“ beantworten und eine der beiden folgenden Fragen ebenfalls, dann liegt die Sensitivität dieser Fragen-Trias für die Diagnose einer menstruell bedingten Migräne bei 94 Prozent und die Spezifität bei 74 Prozent.

In einer zweiten Studienphase wollten die Studienleiter wissen, wie hoch die Prävalenz dieser menstruell bedingten Kopfschmerzen bei Frauen ist. 610 zufällig ausgewählte Frauen, die sich ambulant in einer gynäkologischen Ambulanz vorstellten, nahmen daran teil. 12,1 Prozent der Probandinnen litten demnach an solchen Migräneattacken.

Ihre Migräneattacken begannen in der Regel höchstens zwei Tage vor Beginn der Regelblutung und dauerten bis zu drei Tage nach Beginn. Weitere 10,1 Prozent der Frauen hatten solche Migräneattacken nicht nur während der Regelblutung sondern auch zu anderen Zeiten und bei 14,1 Prozent der Frauen zeigten sich Migräneattacken, die keinen Bezug zur Regelblutung aufwiesen.

MEDICA.de; Quelle: 56th annual meeting of the American College of Obstetricians and Gynecologists (ACOG)