Dr. Paul Stoll untersuchte die Erkrankung im Schlaflabor des Universitätsklinikums Rostock und publizierte seine Forschungsergebnisse jetzt in der Fachzeitschrift "Thorax".

"Es gelang mir durch aufwendige klinische Arbeit zu zeigen, dass Patienten mit schlafbezogenen Atmungsstörungen, wie dem Schlaf-Apnoe- Syndrom, ein Defizit an Wachstumsfaktoren für Nervenzellen aufweisen", sagt Stoll von der Abteilung für Pneumologie am Universitätsklinikum Rostock. Damit sei es erstmals möglich zu erklären, warum Patienten mit schlafbezogenen Atemstörungen an Defiziten ihrer geistigen Leistungsfähigkeit leiden. Derartige Defizite reichen von Gedächtnisstörungen, Konzentrationsschwierigkeiten, und Reizbarkeit bis zu schweren Einschränkungen der Hirnfunktion.

"Die Ergebnisse sind wichtig, weil etwa 10 Prozent der Menschen unter Atemstörungen im Schlaf leiden", so Professor Dr. J. Christian Virchow, Leiter der Abteilung für Pneumologie am Universitätsklinikum Rostock. Dr. Stoll konnte zudem zeigen, dass eine effektive Therapie in einem Schlaflabor den Mangel an diesen Wachstumsfaktoren ausgleichen kann.

MEDICA.de; Quelle: Universität Rostock