Es ist zwar schon lange anerkannt, dass Omega-3 Fettsäuren gesundheitliche Vorteile bieten, die empfohlenen täglichen Zufuhrmengen fielen jedoch unterschiedlich aus. Vor diesem Hintergrund beauftragte die Europäische Kommission die Perinatal Lipid Nutrition Group (PeriLip) und das Early Nutrition Programming Project, die Rolle der Nahrungsfettzufuhr in der Schwangerschaft und Stillzeit zu untersuchen und eine eindeutige Dosierungsempfehlung abzugeben.

Das Expertenkomitee fand heraus, dass Frauen, die bei ihrer Ernährung auf die Aufnahme von DHA Omega 3 achteten, gesündere Schwangerschaften hatten - zum Beispiel hatten die Babys ein höheres Geburtsgewicht und die Anzahl an Frühgeburten war geringer. Die Vorteile sind nach der Geburt ebenfalls erkennbar; die DHA-Zufuhr konnte auch mit einer positiven kindlichen Entwicklung, vor allem der Augen und der Gehirnfunktionen, in Verbindung gebracht werden.

Deshalb empfiehlt die Konsensuskonferenz aus über 50 Experten, während der Schwangerschaft und der Stillzeit eine Nahrungszufuhr von durchschnittlich mindestens 200 Milligramm pro Tag Docosahexaensäure (DHA), einer Omega-3-Fettsäure.

DHA Omega-3 ist in fetten Fischen, wie zum Beispiel Lachs oder Makrele, enthalten. Die Konsensuskonferenz empfiehlt den Verzehr von zwei Portionen fetten Fisch pro Woche für Schwangere und stillende Frauen. Frauen, die wenig oder keinen Fisch verzehren, sollten die Verwendung von Omega-3 Supplementen erwägen.

"Wir untersuchten eine Reihe von Anzeichen für die Vorteile von Omega-3 Fettsäuren und hoffen, dass unsere Erkenntnisse den Ärzten klare Richtlinien für die optimale Omega-3-Zufuhr bei Schwangeren und Stillenden liefern", erklärt Professor Berthold Koletzko, Professor für Pädiatrie an der Ludwig-Maximilians-Universität München und Koordinator der Expertengruppe.

MEDICA.de; Quelle: Klinikum der Universität München