Onkologiepreis für Jürgen Becker

Die Laudatio würdigt ihn als international sehr beachteten Tumorimmunologen: Er habe wesentliche Erkenntnisse zum Verständnis von Hautkrebs geliefert.

"Seine besondere Leistung der jüngsten Zeit liegt in der Identifikation von Tumorantigenen, die nicht der genetischen Instabilität unterliegen und für das Tumorwachstum essentiell sind, und in der Herstellung klinisch verwendbarer Vakzine gegen diese Antigene."

Konkret ist es Jürgen Becker gelungen, Proteine zu identifizieren, die für den Tumor überlebenswichtig sind. In der Folge kann man nun die Immunabwehr des Krebspatienten gezielt gegen diese Proteine in Stellung bringen. Das heißt: Man kann durch eine Impfung Abwehrzellen aktivieren, die den Tumor zu zerstören vermögen.

Jürgen Becker, Jahrgang 1964, hat seit 2003 eine Professur für dermatologische Onkologie an der Universität Würzburg inne. Seit 2004 leitet er auch die von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderte Klinische Forschergruppe "Das Tumormikromilieu - Modulator und Zielstruktur von Immunantworten". Der Onkologiepreis der Akademie - gestiftet von der Monika-Kutzner-Stiftung zur Förderung der Krebsforschung - ist mit 10.000 Euro dotiert und kann jährlich für herausragende Leistungen auf dem Gebiet der Krebsforschung verliehen werden - insbesondere an Wissenschaftler, die, gemessen an der von ihnen erbrachten Leitung, als jung angesehen werden können.

MEDICA.de; Quelle: Julius-Maximilians-Universität Würzburg