Schwangerschaft: Online-Unterstützung bei vorzeitigen Wehen

07/05/2013
Foto: Schwangere am PC

Die Universität Basel testet ein Online-Angebot, das Schwangere mit vorzei-
tigen Wehen bei Stress und Angst unterstützen soll; © panthermedia.
net/ Monkeybusiness Images

Eine drohende Frühgeburt kann für werdende Eltern eine große Belastung darstellen und zu Sorgen über den Schwangerschaftsverlauf und das Wohlergehen des Kinds führen. Nun unterstützen internetbasierte psychologische Therapieprogramme werdende Mütter.

Der psychische Leidensdruck bei Schwangerschaftskomplikationen wird neben der medizinischen Behandlung oft wenig systematisch erfasst und begleitet. Für schwangere Frauen mit vorzeitigen Wehen sind an der Frauenklinik des Universitätsspitals Basel in Zusammenarbeit mit Psychologinnen, Ärztinnen und Hebammen Interventionsprogramme (Therapie-Online- Programme zur Angst- und Stressbewältigung, TOPAS) entwickelt worden. Die kostenlos zugänglichen Programme bauen auf Elementen etablierter Stressmanagementtrainings auf und vermitteln Strategien im Umgang mit Stress und Angst oder auch einfach zur Ablenkung.

Neben Informationen rund um die Themen Stress und Angst umfassen die verschiedenen Module Entspannungs- und Ablenkungsübungen, Selbstreflexionen und interaktive Protokolle. Durch die einfache Zugänglichkeit via Internet können die Programme von zu Hause oder dem Spitalzimmer einfach und zeitlich flexibel bearbeitet werden. Zudem stehen Fachpersonen in regelmäßigem Kontakt mit den Schwangeren.

Seit rund einem Jahr wird die Wirksamkeit der TOPAS-Programme auf den Schwangerschaftsverlauf und die psychische Adaptation in einer vom Schweizerischen Nationalfonds unterstützten Studie evaluiert. Erste Ergebnisse zeigen, dass durch die Stressmanagement-Elemente dieser Programme die psychische Befindlichkeit der Teilnehmerinnen verbessert werden kann. So berichten betroffene Frauen, dass sie durch die Programme eine reflektierte Distanz zu eigenen Ängsten und Sorgen aufbauen können, die sich damit reduzieren.

Interessierte betroffene Schwangere im deutschsprachigen Raum können sich noch an der Studie beteiligen. Die Anmeldung erfolgt am einfachsten direkt über die TOPAS-Webseite.

MEDICA.de; Quelle: Universität Basel/TOPAS