Patienten mit einem nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom, das frühzeitig entdeckt und dann operiert wird, haben die besten Überlebenschancen. Um herauszufinden, welche Patienten für eine Operation in Frage kommen, setzt man bildgebende Verfahren ein, mit deren Hilfe ein Staging möglich ist. In verschiedenen Studien wurde untersucht, ob die Positronenemissionstomographie (PET) den konventionellen Verfahren überlegen ist in Bezug auf die Entscheidung, welche Patienten sich für eine Operation eignen.

Kanadische Wissenschaftler haben nun 337 Patienten aus acht klinischen Zentren Ontarios mit Blick auf diese Frage untersucht. Alle litten an einem nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom. Zwischen Juli 2004 und August 2007 wurden sie entweder mit konventionellen bildgebenden Verfahren untersucht oder mit einer Kombination aus PET und Computertomographie (CT) und kraniellem Imaging. Zu den konventionellen Verfahren zählten die Studienleiter ein CT des Abdomens, eine Knochenszintigraphie und kranielles Imaging.

23 von 164 Patienten (14 Prozent), deren Stadium mit PET und CT untersucht wurde, konnten richtig eingeschätzt werden. Dadurch ließ sich bei ihnen eine Operation vermeiden, die dem jeweiligen Stadium nicht angemessen gewesen wäre. In der Gruppe jener Patienten, die mit konventionellen Mitteln untersucht wurden, waren es nur elf von 157 Patienten (sieben Prozent).

Lediglich bei 18 Patienten (elf Prozent) in der PET/CT-Gruppe versagten diese modernen Methoden: Bei diesen Patienten wurde das Tumorstadium falsch eingeschätzt, es war tatsächlich schlimmer als die Bildgebung vermuten ließ. In der Gruppe der konventionell Untersuchten traf dies aber für 47 Patienten (30 Prozent) zu.

MEDICA.de; Quelle: American Society of Clinical Oncology (ASCO) 44th Annual Meeting Abstract 7502