Das zeigt eine prospektive Studie, die deutsche Wissenschaftler beim Kongress „Society of Nuclear Medicine 2008 Annual Meeting“ vorstellten. 118 Frauen nahmen an dieser prospektiven Studie teil. Alle Frauen hatten ein behandeltes Mammakarzinom mit dem Verdacht auf Karzinomrezidiv. Dieser Verdacht ergab sich, weil die entsprechenden Tumormarker erhöht waren. Außerdem zeigten sich in verschiedenen bildgebenden Verfahren Abnormalitäten oder klinische Zeichen eines Rezidivs. Alle Frauen unterzogen sich einer Kombination aus PET und CT. Diese Ergebnisse korrelierten die Studienleiter mit den Therapieplänen für die jeweiligen Frauen.

Bei 79 der 118 Patientinnen (67 Prozent) konnten durch die PET/CT-Kombinationsdiagnose Rezidivtumoren entdeckt werden. Dies waren Lokalrezidive in zwölf Prozent der Fälle und Fernmetastasen in 55 Prozent der Fälle. Am häufigsten waren Lymphknoten (36 Prozent), Knochen (32 Prozent), Leber (14 Prozent) und Lungen (zehn Prozent) betroffen.

Insgesamt 87 Frauen wurden danach weiter verfolgt. Auf der Basis der PET/CT-Kombination änderten die Ärzte bei 29 Frauen (33 Prozent) den Therapieplan. Bei 14 Frauen begann man zum Beispiel als Ergebnis dieser Befunde eine Chemotherapie während bei zwölf Frauen eine Radiotherapie aufgenommen wurde. Drei Patientinnen erhielten eine Chemoradiotherapie als Ergebnis der neuen Befunde.

Das Überleben korrelierte signifikant mit den Befunden aus der PET/CT-Kombinationsdiagnostik. Jene Frauen, deren Befunde unter PET/CT positiv gewesen waren, überlebten im Durchschnitt 3,4 Jahre. In der Gruppe der anderen Frauen jedoch, bei denen man unter PET und CT keine Rezidive finden konnte, kann man zur durchschnittlichen Überlebenszeit noch keine Aussage machen, da die meisten Frauen noch leben.

MEDICA.de; Quelle: Society of Nuclear Medicine 2008 Annual Meeting Abstracts 72 and 87