Das zeigt eine klinische Studie, die jetzt beim 54. Jahreskongress der “Society of Nuclear Medicine (SNM)” vorgestellt wurde. Diese Studie wurde zwischen Juli 2005 und Januar 2007 durchgeführt. 42 Patienten nahmen daran teil. Sie waren zwischen vier Monaten und 20 Jahren alt. Alle Patienten hatten sich zuvor Standard-CTs unterzogen. Nun wurden bei denselben Patienten noch einmal zu Studienzwecken 55 18F-Fluordeoxyglukose-Positronen- Emissionstomographie/Computertomographie (18F-FDG-PET/CT)-Aufnahmen gemacht. Einige der Probanden erhielten dazu zusätzlich intravenöse Kontrastmittel.

Die radiologischen Dosen waren unter den Versuchsaufnahmen deutlich geringer als bei den Standardaufnahmen: ein 15-Jähriger bis 55 Kilogramm etwa erhält mit einem Standard-PET/CT eine Dosis von 21 mSv. Unter der Versuchsaufnahme dagegen nur 9 mSv. Bei Einjährigen bis zu zehn Kilogramm liegen die Dosen bei 15 beziehungsweise 7 mSv.

Ein Arbeitsgruppe um Dr. Helen R. Nadel, Leiterin der “Division of Nuclear Medicine”, University of British Columbia, in Vancouver, verglich die Bilder, die mit den üblichen Dosierungen gewonnen wurden mit den neuen Bildern unter der niedrigen PET/CT-Dosis. Die Wissenschaftler konnten keine signifikanten Unterschiede in den diagnostischen Aussagewerten der beiden Gruppen feststellen.

Damit ist nach Ansicht der Studienleiter der Beweis erbracht, dass bei Kindern auch mit einer weit geringeren radiologischen Dosis als üblich brauchbare PET- und CT-Bilder gewonnen werden können. Gerade bei kleinen onkologischen Patienten sei dies wichtig, so die Studienleiterin: Kinder mit Krebs erhalten ohnehin schon recht hohe Strahlendosen bei den diversen radiologischen Untersuchungen und unter Umständen auch durch therapeutische Strahlendosen.

MEDICA.de; Quelle: Society of Nuclear Medicine (SNM) 54th Annual Meeting Abstract 401