18/09/2014

Hill-Rom Europe BV

Patienten frühzeitig und sicher mobilisieren – für bessere klinische und finanzielle Ergebnisse

Die fünfte Stufe der Mobilisierung: Mithilfe eines Liko® Liftersystems wird der Patient bei ersten Gehversuchen unterstützt.

Der zunehmende Kosten- und Leistungsdruck ist eine der größten Herausforderungen des Gesundheitsmarktes. Auch Intensivstationen sind davon betroffen: Die Pflegequalität soll verbessert, die Kosten jedoch gesenkt werden. Eine rechtzeitige Mobilisierung von Intensivpatienten kann helfen, Krankenhausaufenthalte zu verkürzen und Komplikationen wie Delirium, Dekubiti oder Muskelschwund zu verringern – für mehr Kosteneffizienz in der Intensivpflege. Das Progressa™ Bettsystem von Hill-Rom® ist in enger Zusammenarbeit mit Pflegepersonal, Ärzten und Physiotherapeuten entstanden und hat in Verbindung mit einem Mobilisationsprogramm bessere klinische und finanzielle Ergebnisse zum Ziel.


Bewegung ist seit jeher eine elementare Voraussetzung für die Gesundheit und damit auch für eine schnellere Genesung des Patienten. Basierend auf dieser Annahme bildet das Mobility is Life™ Konzept von Hill-Rom® die Grundlage für die Entwicklung und Herstellung sämtlicher Lösungen für Patienten und Pflegekräfte. Das eigens entwickelte Progressive Mobility™ Programm unterstützt die frühzeitige Patientenmobilisation. In Kombination mit dem Progressa™ Bettsystem wird ein integriertes Angebot klinischer Hilfsmittel bereitgestellt, um den Folgen der Immobilität für Patient und Klinik entgegenzuwirken.


Gründe für eine frühzeitige Mobilisation


Eine frühzeitige Mobilisation liegt in den Folgen der Immobilität begründet. Diese können u. a. respiratorischer, kardiovaskulärer oder auch neurologischer Natur sein. Die Folgen:
- längere Beatmungsdauer
- längere Aufenthaltsdauer auf der Intensivstation
- längere Krankenhausaufenthaltsdauer
- höhere Sterberaten
Die verlängerte Aufenthaltsdauer zieht entsprechend höhere Behandlungskosten nach sich: Delirium tritt z. B. bei bis zu 80 % aller Intensivpatienten auf und verursacht pro Patient Mehrkosten in Höhe von bis zu 46.000 Euro pro Jahr.(1) Durch eine ventilator-assoziierte Pneumonie kann es außerdem zu einer zehn bis zwölf Tage längeren Aufenthaltsdauer mit Kosten zwischen 9.000 und 19.000 Euro pro Patient kommen.(2)


Schrittweise mobilisieren


Ziel des Progressive Mobility™ Programms ist es, den Patienten Schritt für Schritt zu mobilisieren und selbst bei einem schwer kranken, immobilen Patienten eine schnellere Genesung zu bewirken. Mithilfe des Progressa™ Bettsystems wird der liegende Patient nach und nach in die sitzende Position gebracht bis er schließlich mit den Liko® Liftersystemen beim Gehen unterstützt werden kann. Die Mobilisierung mit dem Progressa™ umfasst dabei fünf Stufen:


1. Breathe: Stellt sicher, dass der liegende Patient effektiv atmen kann und während dieser kritischen Phase keine immobilitätsassoziierten Komplikationen entwickelt. Ein Alarm bei der Oberkörperhochlagerung sorgt für den optimalen Winkel in Übereinstimmung mit den Protokollen für die VAP-Prävention. Laterale Rotations- sowie Perkussions- und Vibrationstherapien sorgen für eine Verbesserung der Atemeffizienz.


2. Tilt: Dient dazu, den Patienten mit wenigen Knopfdrücken physiologisch auf die sitzende und stehende Haltung vorzubereiten, mit Fokus auf der optimalen Oberkörperhochlagerung.


3. Sit: Das Progressa™ wird in eine aufrechte und vollständige Sitzposition gefahren. Diese Lagerung ermöglicht eine bessere Atmung und hilft dem Patienten, sich physiologisch an die aufrechte Haltung zu gewöhnen. Die einzigartige StayInPlace™ Funktion des Progressa™ vermeidet zudem ein Verrutschen des Patienten, sodass dieser seltener neu positioniert werden muss.


4. Stand: Das Progressa™ fährt soweit in den Sitz, dass der Patient nach Entfernen des Fußbretts mit seinen Füßen auf den Boden kommt und in den Stand geschoben wird. Dadurch werden dem Patienten Stehversuche ggf. auch mit Unterstützung ermöglicht.


5. Move: Nun wird der Patient mit einem Liko® Liftersystem unterstützt, um sicher erste Gehversuche zu unternehmen. Patienten dieser Stufe sind schwach, können aber aktiv mitmachen und Aufgaben außerhalb des Bettes erfüllen.


„Die Einführung eines solchen Programms zur Mobilisation in Kombination mit neuesten Technologien trägt zur Erreichung besserer klinischer Ergebnisse bei und erhält die Lebensqualität des Patienten“, so Dr. Chima Abuba, General Manager Hill-Rom. „Darüber hinaus werden durch die frühzeitige Mobilisation auch die finanziellen Ergebnisse auf Seiten der Kliniken verbessert. Wichtig hierbei ist, dass es nicht um eine einzelne Technologie geht, sondern um ein klinisches Mobilisationskonzept, das individuell auf die Bedürfnisse und Budgets der Kliniken angepasst wird.“


Weitere Details zur Umsetzung und Schulung des Fachpersonals erhalten Sie unter
Tel. 0800 – 8 63 55 37 oder info.de@hill-rom.com.


(1) AACN practice alert: delirium assessment and management. http://www.aacn.org/WD/practice/docs/practicealerts/delirium-practice-alert-2011.pdf. Zugriff: 25.2.2013


(2) Rosenthal VD, et al. International Nosocomial Infection Control Consortium (INICC) report, data summary of 36 countries, for 2004-2009. Am. J. Infect Control. 2012;40:396-407