Patientenberatung gibt Auskunft

Foto: Frau mit Headset

Bei Fragen zum Gesundheitssystem
hilft die Patientenberatung weiter;
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Dazu erklärt die Patientenbeauftragte der Bundesregierung Helga Kühn-Mengel, MdB: "Wer mehr Mitsprache der Patienten im Gesundheitswesen will, der muss auch dafür sorgen, dass Patienten zu Partnern der Ärzte werden und ihre Rolle als 'mündige Versicherte' ausfüllen können. Deshalb hat der Gesetzgeber die Krankenkassen verpflichtet, im Rahmen von Modellvorhaben Einrichtungen zur Verbraucher- und Patientenberatung zu fördern. Das politische Ziel ist ein von Kassen und Leistungserbringern unabhängiges Beratungs- und Informationsangebot als Regelleistung aufzubauen.“

Die UPD ist laut Kühn-Mengel eine wichtige Anlaufstelle für alle Bürgerinnen und Bürger, die in unserem immer komplexer werdenden Gesundheitssystem Fragen haben, zum Beispiel zu Zusatzversicherungen, was die Krankenkassen zahlen und was nicht. Die UPD hilft bei Konflikten mit Ärzten oder Kassen, bei Verdacht auf Behandlungsfehler und auch bei der regionalen Suche nach Ärzten und Krankenhäusern.

Wichtig ist der Patientenbeauftragten die Evaluation der Qualität der UPD. Erste Umfrage-Ergebnisse zeigen, dass die UPD auf dem richtigen Weg ist und die Beratungsstellen sehr gute Arbeit leisten: „86,8 Prozent aller Befragten fühlen sich in ihrer Patientenautonomie gestärkt“, so Kühn-Mengel. In einer Gesamteinschätzung gaben die Befragten der UPD die Note 1,5 und 92 Prozent gaben an, die Beratungsstelle bei neuen Problemen 'auf jeden Fall' wieder in Anspruch zu nehmen, sogar 93,3 Prozent wollten die Dienste weiterempfehlen.

Das bundeweite Beratungstelefon ist erreichbar unter der Nummer 01803-11 77 22 (9 Ct/Minute aus dem deutschen Festnetz, abweichende Preise aus Mobilfunknetzen).

MEDICA.de; Quelle: Bundesministerium für Gesundheit