Patienteninteresse im Vordergrund

Der Vorsitzende der Thrombose-Initiative, Doktor Christian Moerchel, erklärt, dass in Deutschland jedes Jahr schätzungsweise rund 35.000 Menschen an einer Lungenembolie sterben, die eine Folge einer tiefen Beinvenenthrombose ist. Die Initiative hat sich deshalb zum Ziel gesetzt, Aufklärung über die beiden Erkrankungen, ihre Risikofaktoren und Prophylaxemöglichkeiten zu betreiben, um möglichst viele Krankheitsereignisse zu verhindern.

Neben Aufklärung fehle es jedoch auch an gesicherten Erkenntnissen. „Wir wissen einerseits zu wenig über die Häufigkeit und die Umstände des Auftretens von Thrombosen und Lungenembolien in Deutschland und haben andererseits zu wenig Information über den tatsächlichen Nutzen neuer Arzneimittel“, sagte Professor Knut Kröger, Angiologe und stellvertretender Vorsitzender der Thrombose-Initiative.

In einem Gespräch mit Wolfgang Zöller rannte die Thrombose-Initiative mit ihrem Anliegen nach eigenen Angaben offene Türen ein. „Wenn es um Prävention und das Patienteninteresse geht, können Sie auf mich rechnen“, so der Patientenbeauftragte auf einer Veranstaltung. Er stellte in Aussicht, die Probleme der Nutzenbewertung für neue Arzneimittel mit in die Anhörung zur aktuellen Gesundheitsreform zu tragen und war bereit, die Schirmherrschaft für eine öffentliche Fachveranstaltung zum Thema im kommenden Jahr zu übernehmen.


MEDICA.de; Quelle: Thrombose-Initiative e.V.