An der „Clinical Antipsychotic Trials of Interventional Effectiveness (CATIE)”-Studie nahmen 1.460 schizophrene Patienten über 18 Monate hinweg teil. Die Ergebnisse wurden jetzt auf dem Kongress der „American Psychiatric Association's 58th Institute on Psychiatric Services“ vorgestellt.

Die Patienten im Durchschnittsalter von 40 Jahren und einer durchschnittlichen Erkrankungszeit von 15 Monaten erhielten randomisiert einen der Wirkstoffe Olanzapin, Quetiapin, Risperidon, Ziprasidon oder Perphenazin. In der zweiten Phase erhielten sie in einem open-label Design Clozapin oder doppel blind einen der Wirkstoffe aus der Phase 1, den sie bislang nicht erhalten hatten. In Phase 3 schließlich wählten sie in Verbindung mit ihrem Psychiater einen beliebigen Wirkstoff.

In Phase 1 veränderten 1,74 Prozent der Patienten ihre Medikation, nachdem sie ihre Ärzte konsultiert hatten. Weitere Befunde dieses komplizierten Studiendesigns: Unter Clozapin ging es den Patienten in Phase 2 besser als unter den anderen Wirkstoffen. Die Patienten erhielten diesen Wirkstoff im Durchschnitt zehn Monate lang, während die anderen Wirkstoffe im Durchschnitt nach drei Monaten abgesetzt wurden.

Unter dem Strich zeigt die CATIE-Studie nach Ansicht der Studienautoren folgende Ergebnisse: Perphenazin, ein Wirkstoff der ersten Generation, kann durchaus noch verschrieben werden. Er ist keineswegs schlechter als die Wirkstoffe der zweiten Generation. Clozapin wird zu selten eingesetzt. Dieser Wirkstoff ist vor allem bei persistierenden Symptomen indiziert. Quetiapin empfiehlt sich dann, wenn der Patient vorbehandelt ist und andere Therapieversuche gescheitert sind. Muss der Patient auf sein Gewicht achten, dann könnte Ziprasidon in Frage kommen.

MEDICA.de; Quelle: APA 58th Institute on Psychiatric Services