Personalgewinnung untersucht

Das gekippte Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage prägt vor allem das Segment der hoch qualifizierten technischen Tätigkeiten, in dem es heute mehr Jobs als Kandidaten gibt. Die dauerhafte personelle Unterbesetzung führt nach Einschätzung der in der Studie Befragten zu einer Überlastung des bestehenden Personals und infolge dessen zu Problemen bei der Leistungsqualität und Auftragsbearbeitung. Für die Unternehmen ergibt sich hieraus die Notwendigkeit, ihre Personalgewinnungsstrategien zu überdenken.

Vor diesem Hintergrund haben die Forscher untersucht, welche Instrumente und Vorgehensweisen in technisch orientierten Unternehmen zur Personalgewinnung eingesetzt werden und wie erfolgreich diese aus Sicht der Unternehmensvertreter sind. In einem zweistufigen Untersuchungsdesign wurden zunächst Experteninterviews geführt, deren Ergebnisse Grundlage der anschließenden schriftlichen Befragung von Personalverantwortlichen war. Die Rücklaufquote war knapp 20 Prozent (243 aus einer Stichprobe von 1300).

Was den Einsatz und die Bewertung von Rekrutierungsmaßnahmen anbelangt, zeigt die Untersuchung, dass die eingesetzten Instrumente nicht zwingend die besten sind. Grundsätzlich bewerten die Befragten Instrumente, die auf eine persönliche Ansprache und Kommunikation zwischen Unternehmen und Bewerbern abzielen, als besonders Erfolg versprechend.

Auch die Tatsache, dass die Human- Ressource-Bereiche über mangelnde finanzielle und personelle Ressourcen klagen, deutet darauf hin, dass das Potenzial einer systematischen Personalgewinnung oftmals nicht ausgeschöpft wird.

MEDICA.de; Quelle: Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation