In einer Studie wurde bei Patienten mit funktioneller Dyspepsie die Wirksamkeit und Verträglichkeit eines phytotherapeutischen Kombinationspräparates gegen Metoclopramid ermittelt. Die epidemiologische Kohortenstudie mit Parallel-Gruppen war an 23 randomisiert gewählten Zentren angesiedelt.

Primäres Zielkriterium war Symptomfreiheit bei Therapieende in zehn dyspepsiespezifischen Symptomen des gastrointestinalen Symptomscores GIS. Die Studie erfasste Patienten mit anfangs mindestens drei der Symptome. Sekundäre Zielkriterien waren Änderung der Einzelsymptome, Zeit bis zur Symptomfreiheit, Arzturteil zur Wirksamkeit und Verträglichkeit, Dauer der Arbeitsunfähigkeit sowie Auftreten unerwünschter Ereignisse.

Das per protocol-Kollektiv umfasste 961 Patienten. Anamnestische Daten waren vergleichbar. Die Mehrheit der Patienten hatte das Phytotherapeutikum sowie Metoclopramid als Tropfen 3 mal 20 Tropfen/Tag erhalten. Die mediane Behandlungsdauer unterschied sich klinisch nicht relevant.

71,6 Prozent der Patienten unter dem Phytotherapeutikum waren nach Therapie beschwerdefrei, 62,8 Prozent in der Metoclopramid-Gruppe. Dieser Unterschied war statistisch signifikant (p gleich 0.012). Die Quote der Beschwerdefreiheit war unter dem Phytotherapeutikum signifikant größer als unter Metoclopramid (Ausnahme: Brechreiz und Erbrechen).

Außerdem waren die Patienten unter dem Phytotherapeutikum schneller wieder arbeitsfähig. Mediane Dauer der Arbeitsunfähigkeit: ein beziehungsweise drei Tage (p kleiner 0.001). Signifikant mehr Ärzte (71,6 Prozent) beurteilten das Präparat als ebenso wirksam wie Metoclopramid (63.1 Prozent), p kleiner 0.01. Seine Verträglichkeit wurde von signifikant mehr Ärzten (90 Prozent) als sehr gut beurteilt (Metoclopramid: 70.6 Prozent, p kleiner 0.001).

MEDICA.de; Quelle: 111. Jahreskongress der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin